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Einlagensicherung

Einlagensicherung allgemein

Was passiert, wenn eine Bank „pleite“ geht? Sind Kundeneinlagen dann geschützt?

Das Geld der Kunden ist bei den privaten Banken in Deutschland im weltweiten Vergleich sehr gut abgesichert. Falls eine Bank nicht in der Lage ist, Kundeneinlagen zurückzuzahlen, sind diese bis zu 100.000 Euro durch die gesetzliche und darüber hinaus, bis zur jeweiligen Sicherungsgrenze, durch die freiwillige Einlagensicherung geschützt.

Welche Einlagen sind geschützt?

Die Einlagensicherung schützt: Sicht-, Termin- und Spareinlagen (Guthaben auf Girokonten, Sparkonten, Tagesgeldkonten, Festgeldkonten) bis zur individuellen Sicherungsgrenze einer Bank. Darüber hinaus sind auch Namensschuldverschreibungen und auf den Namen lautende Sparbriefe geschützt. Nicht geschützt sind u.a. Inhaberpapiere (Zertifikate, Inhaberschuldverschreibungen)

Was ist die Sicherungsgrenze? Wie hoch ist diese bei einer Bank?

Die Sicherungsgrenze bildet die Höchstgrenze der Absicherung für die Einlagen des einzelnen Kunden bei einer Bank. Sie bemisst sich an der Höhe des haftenden Eigenkapitals der Bank. Ab 1. Januar 2015 beträgt die Sicherungsgrenze 20 % des haftenden Eigenkapitals pro Kunde. Bankkunden können die Sicherungsgrenze ihrer Bank jederzeit aktuell im Internet unter http://www.bankenverband.de/einlagensicherung abfragen.

Kann sich die Sicherungsgrenze verändern?

Da die Sicherungsgrenze abhängig von der Höhe des haftenden Eigenkapitals der Bank ist, verändert sich mit der Höhe des Eigenkapitals auch die Sicherungsgrenze. Sollte das Eigenkapital und damit die Sicherungsgrenze sinken, sind die Kundeneinlagen aber bis zur Fälligkeit oder bis zur nächstmöglichen Kündigung bis zur alten Sicherungsgrenze geschützt (sogenannte Nachhaftung).

Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher und freiwilliger Einlagensicherung?

Die Einlagensicherung in Deutschland ruht auf zwei Säulen: Die gesetzliche Einlagensicherung schützt im Fall einer Bankeninsolvenz Summen bis zu 100.000 Euro pro Kunde (Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz). Darüber hinaus sind zahlreiche private Banken auch freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), der einen höheren Schutzumfang bietet.

Wie finanziert sich der Einlagensicherungsfonds?

Der Einlagensicherungsfonds besteht seit 1976 und wird durch regelmäßige Zahlungen der teilnehmenden Banken gespeist. Zudem besteht eine Nachschusspflicht für die Mitglieder. Hinter dem Fonds steht nahezu die gesamte private Kreditwirtschaft in Deutschland. Bisher wurden in allen Fällen die Kunden zu 100 % entschädigt.

In welchem Verhältnis steht der Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes zu ausländischen Sicherungseinrichtungen?

Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. erbringt im Entschädigungsfall bei Zweigniederlassungen ausländischer Banken aus Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes nur Entschädigungsleistungen, wenn und soweit die Guthaben nicht durch die Heimatlandsicherung geschützt sind. Das heißt, der Einlagensicherungsfonds ersetzt im Anschluss an die Heimatlandsicherung die Einlagen bis zur jeweils maßgeblichen Sicherungsgrenze der Bank.

In welchem Verhältnis steht der Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes zu der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH?

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) existiert seit 1998 als gesetzliche Sicherungseinrichtung. Gemäß Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) gehören deutsche Banken, welche das Einlagengeschäft in privater Rechtsform betreiben, der Entschädigungseinrichtung qua Gesetz an. Sie sichert Einlagen bis maximal 100.000 € pro Einleger.

Die Institute gehören in der Regel sowohl der gesetzlichen Einlagensicherung der EdB als auch der freiwilligen Einlagensicherung der privaten Banken an. Der Schutz des Einlagensicherungsfonds beginnt dort, wo die Sicherung durch die EdB aufhört (Subsidiarität des Einlagensicherungsfonds). Er übernimmt die Einlagenteile, die die 100.000 Euro-Grenze übersteigen bis zur jeweiligen Sicherungsgrenze.

Bei einer Bank, die also sowohl am Einlagensicherungsfonds als auch an der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH mitwirkt, nehmen der Einlagensicherungsfonds und die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH die Entschädigung gemeinsam “aus einer Hand“ vor. Die Entschädigung erfolgt nach außen durch den Einlagensicherungsfonds.
» Entschädigungseinrichtung deutscher Banken

Wann tritt der Entschädigungsfall ein?

Kommt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), zu dem Ergebnis, dass für die Bank keine Chance besteht, die Geschäfte fortzuführen, oder dauert das Moratorium bereits sechs Wochen an, stellt sie den sogenannten Entschädigungsfall fest. Erst dann kann der Einlagensicherungsfonds seine Tätigkeit aufnehmen und damit beginnen, die Anleger zu entschädigen. Dazu wird er jeden Kunden anschreiben und ihn entschädigen.

Warum besteht kein Rechtsanspruch auf Entschädigung?

Dies hat praktische Gründe. Gäbe es einen Rechtsanspruch, wäre der Einlagensicherungsfonds eine Versicherung. Es fiele unter anderem Versicherungssteuer an und das Verfahren würde nicht nur komplizierter, sondern auch teurer. Deshalb hat der Bankenverband bei Gründung des Fonds – in enger Abstimmung mit dem Bundesfinanzministerium und der zuständigen Aufsicht – darauf verzichtet, einen Rechtsanspruch festzuschreiben. Der Einlagensicherungsfonds hat bisher in allen Entschädigungsfällen jeden Einleger entschädigt und sich zu keiner Zeit auf den nicht vorhandenen Rechtsanspruch berufen.

Warum muss ich bei der Abfrage einer Sicherungsgrenze meinen Namen und meine Adresse angeben?

Die Abfragemöglichkeit im Internet ist vom Verfahren her dem Austausch von schriftlichen Informationen per Brief nachempfunden. Danach erhält nur derjenige verbindliche Auskünfte, der sich mit seinem Namen und seiner Adresse zu erkennen gibt.
Die von uns gegenüber dem Anfragenden schriftlich erteilte Antwort zur Sicherungsgrenze wird im Hinblick auf einen etwaigen Entschädigungsfall aus Beweissicherungsgründen gespeichert. Zu anderen Zwecken werden die Daten nicht verwendet, insbesondere werden die Informationen nicht an Mitgliedsbanken oder Dritte herausgegeben.

Was ist ein Moratorium?

Ein Moratorium ist ein Zahlungs- und Veräußerungsverbot im Sinne von § 46a KWG, das durch die zuständige Aufsichtsbehörde, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), verhängt wird. Dadurch ist die Bank gehindert Gelder anzunehmen und auszuzahlen. Die Bank darf lediglich Zahlungen entgegennehmen, die zur Tilgung von Schulden bestimmt sind.

Gibt es eine Gesamtliste der am Einlagensicherungsfonds beteiligten Banken?

In den Kurzinformationen „Einlagensicherung der privaten Banken“ finden sie eine Liste der am Einlagensicherungsfonds mitwirkenden Banken.

» Broschüren bestellen oder herunterladen

Aus grundsätzlichen Erwägungen veröffentlicht der Bankenverband keine Gesamtlisten über die Höhe der jeweiligen Sicherungsgrenzen.

Wie kann ich erfahren, ob eine Bank dem Einlagensicherungsfonds angehört?

Eine aktuelle Übersicht der Banken, die dem Einlagensicherungsfonds angehören, finden Sie bei uns online auf der Seite zur Abfrage der Sicherungsgrenzen.

» Seite zur Abfrage der Sicherungsgrenzen

Was ist, wenn ich meine Bank nicht in dem Verzeichnis mitwirkender Institute finde?

In diesem Fall prüfen Sie bitte zuerst, ob Sie bei Ihrer Suche den vollständigen Namen der Bank verwendet haben.

Befindet sich das gesuchte Institut nicht unter seinem vollen Namen in dem Verzeichnis mitwirkender Institute, gehört es dem Einlagensicherungsfonds nicht an.

Handelt es sich bei dem von Ihnen gesuchten Institut um eine Sparkasse, eine Volks- und Raiffeisenbank, eine öffentliche Bank oder eine private Bausparkasse, wenden Sie sich bitte an die folgenden Verbände:

für Fragen der Sicherungseinrichtung der Sparkassen:
Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.,
Postfach 110180
10831 Berlin

für Fragen der Sicherung bei Volks- und Raiffeisenbanken (z.B. PSD-Banken, Sparda-Banken):
Bundesverband der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken e.V.
Postfach 300263
10760 Berlin

für Fragen der Sicherung bei öffentlichen Banken (z.B. Deutsche Kreditbank AG ):
Bundesverband der öffentlichen Banken Deutschlands e.V.
Postfach 110272
10832 Berlin

für Fragen der Sicherungseinrichtung der privaten Bausparkassen:
Verband der privaten Bausparkassen
Klingelhöferstr. 4
10785 Berlin

für Fragen zu Wertpapierhandelsunternehmen (z.B. Driver & Bengsch):
EdW – Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen
Postfach 04 03 47
10062 Berlin
Handelt es sich bei dem von Ihnen gesuchten Institut um die Zweigniederlassung einer ausländischen Bank können wir Ihnen leider keine verbindliche Auskunft hinsichtlich der Höhe der Einlagensicherung geben. Nähere Auskünfte erfragen Sie bitte bei der jeweils zuständigen nationalen Entschädigungseinrichtung zum Beispiel

für Fragen zur Sicherungseinrichtung isländischer Banken (z.B. Kaupthing Bank):
Tryggingarsjódur
(Depositors’ and Investors’ Guarantee Fund)
Kalkofnsvegi 1
150 Reykjavik
ISLAND
Tel.: 00354 569 9600

für Fragen zur Sicherungseinrichtung niederländischer Banken (z.B. Credit Europe
Bank, NIBC Direct und Finansbank):
De Nederlandsche Bank N.V.
P.O.Box 98
1000 AB Amsterdam
NIEDERLANDE
Tel.: 0031 20 52 49 111 oder 0900/5200520

für Fragen zur Sicherungseinrichtung österreichischer Banken (z.B. Vakifbank und Denizbank):
Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft m.b.H.
Boersegasse 11
1010 Wien
ÖSTERREICH
Tel.: 00 43 01 5333 98 03

für Fragen zur Sicherungseinrichtung luxemburgischer Banken (z.B. Advanzia Bank SA):
Association pour la Garantie des
Dépôts, Luxembourg (AGDL)
59 Boulevard Royal
2449 Luxembourg
LUXEMBURG
Tel.: 00 352 46 36 60 1

Was passiert, wenn eine Bank aus dem Einlagensicherungsfonds ausscheidet?

Einlagen, die vor Ausscheiden einer Bank aus dem Einlagensicherungsfonds bei dieser Bank getätigt wurden, genießen eine Art Bestandschutz. Dies bedeutet konkret, dass solche Einlagen bis zur Höhe der „alten“ Sicherungsgrenze bis zur Fälligkeit bzw. bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin voll durch den Einlagensicherungsfonds geschützt werden. Die Bank ist zudem verpflichtet, ihre Kunden unverzüglich über ihr Ausscheiden in Kenntnis zu setzen und sie auf die Folgen hinzuweisen, die sich daraus ergeben.

Anpassungen der Einlagensicherung zum 1. Januar 2015

Was ändert sich zum 1. Januar 2015?

Um die Leistungsfähigkeit des Einlagensicherungsfonds nachhaltig für die Zukunft zu sichern, wird die Sicherungsgrenze zum 1. Januar 2015 von 30% auf 20% des haftenden Eigenkapitals abgesenkt.

Welche Änderungen sind noch geplant?

Der Bankenverband plant, die Sicherungsgrenze in drei Stufen abzusenken.
Folgende Schritte sind über einen Zeitraum von 10 Jahren geplant:

  • zum 1. Januar 2015: Absenkung der Sicherungsgrenze von derzeit 30% auf dann 20 %,
  • zum 1. Januar 2020: Absenkung der Sicherungsgrenze von 20% auf dann 15 %,
  • zum 1. Januar 2025: Absenkung der Sicherungsgrenze von 15% auf dann 8,75 %.

Die lange Übergangszeit ab 2015 gibt allen Betroffenen ausreichend Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen und gegebenenfalls ihr Anlageverhalten anzupassen.

Beispiel: Hypothetische Entwicklung der Sicherungsgrenze bis 1. Januar 2025 anhand eines fiktiven Beispiels einer Bank mit konstant 100 Mio. € Eigenkapital:

Bis Ende 201430 %=30 Mio. € geschützte Einlagen pro Kunde
1.1.201520 %=20 Mio. € geschützte Einlagen pro Kunde
1.1.202015 %=15 Mio. € geschützte Einlagen pro Kunde
1.1.20258,75 %=8,75 Mio. € geschützte Einlagen pro Kunde
Was bedeutet das für Privatkunden?

Für die meisten Privatkunden wird sich dadurch nichts ändern. Ihre Einlagen werden auch weiterhin vollständig geschützt sein. Nur Personen mit Einlagen jenseits 1 Mio. € können überhaupt von diesem ersten Schritt betroffen sein. Selbst ab 2025 wird der Schutz zum Ende der Reform noch deutlich höher sein als die gesetzlich vorgeschriebenen 100.000 €. Damit bieten die privaten Banken in Deutschland weiterhin ein weitaus höheres Schutzniveau an als in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten (dort nur 100.000 €).

Was bedeutet dies für institutionelle Kunden (Kommunen, Versicherungen etc.)?

Institutionelle Kunden können im Vergleich zu Privatkunden eher von der Absenkung der Sicherungsgrenze betroffen sein. Aber auch hier gilt: Das Schutzniveau bei den privaten Banken in Deutschland bleibt weiterhin, auch weltweit gesehen, am höchsten. In anderen EU-Mitgliedsstaaten sind maximal 100.000 € pro Kunde geschützt. In Deutschland werden institutionelle Einleger im Fall einer Bankinsolvenz damit weiterhin sehr gut abgesichert sein.

Welche Änderungen ergeben sich für die Nachhaftung?

Für Einlagen, die vor dem 31. Dezember 2011 getätigt wurden, besteht weiterhin eine Nachhaftung. D.h. diese sind bis zur Fälligkeit oder bis zur nächstmöglichen Kündigung zur alten Sicherungsgrenze (30 % des haftenden Eigenkapitals) geschützt. Für eine 2011 begründete Termingeldeinlage mit einer 10-jährigen Laufzeit ist demnach bei Endfälligkeit noch eine Sicherungsgrenze von 30 % maßgeblich.

Für Einlagen, die nach dem 31. Dezember 2011 begründet oder verlängert wurden, gilt diese Nachhaftung nicht mehr. Dies bedeutet, dass für solche Einlagen bis zum 31. Dezember 2014 eine Sicherungsgrenze von 30 % gilt. Ab 1. Januar 2015 beträgt die Sicherungsgrenze für diese Einlagen 20 %, ab 1. Januar 2020 dann 15 % usw. Für eine 2012 begründete Termingeldeinlage mit einer 10-jährigen Laufzeit ist demnach bei Endfälligkeit (2022) noch eine Sicherungsgrenze von 15 % maßgeblich.

Nachhaftung abhängig vom Zeitpunkt der Einlage

 Einlage getätigt oder verlängert
 bis 31.12.2011ab 1.1.2012
bis 31.12.201430 %30 %
ab 1.1.201530 %20 %
ab 1.1.202030 %17 %
ab 1.1.202530 %8,75 %
Warum wird der Einlagensicherungsfonds angepasst?

Seit Einführung des Einlagensicherungsfonds 1976 werden Kundeneinlagen im Falle der Insolvenz einer Bank geschützt. Der Einlagenschutz ist individuell für jede am Einlagensicherungsfonds teilnehmende Bank und ergibt sich aus der Höhe des Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Seit 1976 gilt unverändert die Sicherungsgrenze in Höhe von 30% des haftenden Eigenkapitals. In der Zwischenzeit hat sich die Bankenwelt jedoch erheblich verändert. Viele Banken sind heute deutlich größer und daher auch mit deutlich mehr Eigenkapital ausgestattet als damals. Damit sind auch die Sicherungsgrenzen erheblich gestiegen. In Zukunft werden sie wegen neuer Eigenkapitalvorschriften weiter kräftig steigen. Daher haben die privaten Banken 2011 beschlossen, die Sicherungsgrenzen des Einlagensicherungsfonds in den nächsten Jahren maßvoll anzupassen. Damit wird im Interesse der geschützten Kunden der Einlagensicherungsfonds für die Zukunft besser aufgestellt!

Einlagensicherung - Schutzumfang

Welche Einlagen werden vom Einlagensicherungsfonds gesichert?

Der Einlagensicherungsfonds schützt alle „Nichtbankeneinlagen“, also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen.

Geschützt werden die Sicht-, Termin- und Spareinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie z.B. Inhaberschuldverschreibungen und Zertifikate, werden hingegen nicht erfasst.

Welche Währungen schützt der Einlagensicherungsfonds?

Der Einlagensicherungsfonds schützt Einlagen, unabhängig davon, in welcher Währung sie unterhalten werden. Der Einlagensicherungsfonds ist jedoch berechtigt, die Entschädigung in Euro vorzunehmen.

Werden auch Zinsansprüche entschädigt?

Gemäß § 6 Absatz 5 des Statuts des Einlagensicherungsfonds umfassen die Zahlungen im Rahmen der Sicherungsgrenze auch Zinsansprüche. Diese laufen grundsätzlich bis zur Rückzahlung der Verbindlichkeiten, längstens bis zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Der Einlagensicherungsfonds entschädigt Zinsen nur dann, wenn und soweit vertragliche Ansprüche bestehen. Geregelt ist ferner, dass der Einlagensicherungsfonds Zahlungen nur für Zinsen in marktüblicher Höhe leistet.

Was ist die Sicherungsgrenze und wie ist sie zu verstehen?

Die Sicherungsgrenze entspricht derzeit 30 Prozent des maßgeblich haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank (diese wird zum 1. Januar 2015 auf 20 Prozent abgesenkt – siehe dazu auch „Anpassungen Einlagensicherung zum 1. Januar 2015“)  Sofern die gesamten Einlagen eines Kunden nicht über dieser Grenze liegen, sind sie vollständig gesichert.

Im konkreten Beispiel bedeutet dies, dass bei einer Sicherungsgrenze von zehn Millionen Euro alle Kunden, deren Einlagen zehn Millionen Euro nicht übersteigen, vollständig geschützt sind. Mit anderen Worten: Auch wenn mehrere Kunden Einlagen in Höhe von jeweils neun Millionen Euro haben, sind sie vollständig abgesichert. Die Sicherungsgrenze bildet die Höchstgrenze der Absicherung für die Einlagen jedes einzelnen Kunden.

Abweichend hiervon beträgt die Sicherungsgrenze für neu aufgenommene Institute bis zum Ende des dritten vollen Kalenderjahres ihrer Mitwirkung am Einlagensicherungsfonds grundsätzlich nur 250.000 €.

Die Sicherungsgrenze der von Ihnen gesuchten Bank können Sie bei uns über ein Mailformular abfragen.

» Seite zur Abfrage der Sicherungsgrenzen

Kann sich die Sicherungsgrenze einer Bank ändern?

Ja, die Sicherungsgrenze kann sich ändern, da sie abhängig vom haftenden Eigenkapital der jeweiligen Bank ist. Verändert sich das Eigenkapital, z. B. durch eine unterjährige Kapitalerhöhung, verändert sich auch die Sicherungsgrenze.

Sind Einlagen bei Zweigniederlassungen im Ausland auch geschützt?

Einlagen, die bei einer unselbstständigen Zweigniederlassung im Ausland (z.B. Aareal Bank AG Filiale Dublin oder ING DiBa Direktbank Austria) gehalten werden, sind im Rahmen der deutschen Sicherungsgrenze – die Sie per Mailformular abfragen können - geschützt. Dabei spielt es keine Rolle, welche Staatsangehörigkeit der Bankkunde hat oder in welchem Land er seinen Wohnsitz hat.

Wie werden Anderkonten und Treuhandkonten behandelt?

Gemäß § 6 Abs. 6 des Statuts des Einlagensicherungsfonds wird bei Anderkonten für die Berechnung der Sicherungsgrenze auf die Person des Treugebers abgestellt. Gleiches gilt für offene Treuhandkonten, sofern in der Kontobezeichnung das Treuhandverhältnis sowie die Treugeber eindeutig gekennzeichnet sind und das Bestehen des Treuhandverhältnisses dem Einlagensicherungsfonds nachgewiesen wird. Im Übrigen werden die Treuhandkonten wie Konten des Treuhänders behandelt.

Wie werden Gemeinschaftskonten behandelt?

Der Einlagensicherungsfonds schützt Einlagen bis zur jeweils geltenden Sicherungsgrenze und für jeden Kunden. Bei Gemeinschaftskonten ist für die Ermittlung des Entschädigungsanspruches der jeweilige Anteil des einzelnen Kontoinhabers maßgeblich. Fehlen besondere Bestimmungen, so werden die Einlagen zu gleichen Anteilen den Kontoinhabern zugerechnet. Es macht also beispielsweise keinen Unterschied, ob ein Ehepaar ein Gemeinschaftskonto oder zwei Einzelkonten bei einer Bank führt.

Wie werden Konten von BGB-Gesellschaften (GbR) behandelt?

Konten von BGB-Gesellschaften sind nicht als Gemeinschaftskonten der Gesellschafter, sondern als ein Konto der Gesellschaft zu betrachten. Die BGB-Gesellschaft hat insoweit einen eigenen Entschädigungsanspruch.

Wird mein Depot (Aktien, Investmentfonds, Zertifikate etc.) ebenfalls vom Einlagensicherungsfonds geschützt?

Wertpapiere schützt der Einlagensicherungsfonds nicht. Diese werden lediglich von der Bank verwahrt, sie bleiben aber im Eigentum des Kunden. Im etwaigen Insolvenzfall können Sie die Wertpapiere schriftlich bei Ihrer Bank herausverlangen oder Ihr Depot auf ein anderes Institut übertragen lassen, sofern der Bank keine Sicherungsrechte zustehen. Sie können auch während eines Moratoriums jederzeit die Herausgabe der ihm gehörenden Papiere verlangen. Die Bank darf trotz des Zahlungs- und Veräußerungsverbotes diesem Begehren nachkommen, da ihr die Herausgabe fremder Sachen nicht verwehrt ist.

 
 
 
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