Zukunftsfragen: Altersversorgung vor Sinn des Lebens

Welche Fragen haben die Bundesbürger an das Leben und auf welche hätten sie am liebsten eine Antwort? Diesem Thema geht eine aktuelle Untersuchung der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen nach – mit teilweise überraschenden Ergebnissen. So steht die Frage „Werde ich im Alter gut versorgt und betreut sein?“ für die Deutschen an der Spitze des Interesses.

24.01.2019

von Christian Jung

Zukunftsfragen: Altersversorgung schlägt Sinn des Lebens

Die Zukunft vorherzusehen, ist dem Menschen nicht gegeben; vielleicht ist das auch gut so! Aber wenn er es doch könnte, was wären dann die wichtigsten Fragen, auf die er eine Antwort haben wollte? Mit den Mitteln der Demoskopie ist dem die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen nachgegangen und hat festgestellt: Es sind nicht die großen, seit je her von Philosophie und Religion thematisierten Menschheitsfragen, die für die Deutschen von größtem Interesse sind, sondern eher aktuelle Herausforderungen unserer Gesellschaft mit konkreten Auswirkungen auf das eigene Leben. Allem voran sind die Befragten an ihrer Altersversorgung interessiert. „Werde ich im Alter gut versorgt und betreut sein?“ wird von 57 Prozent, und damit von den meisten Befragten genannt. Besonders die mittlere Generation (35-54 Jahre) möchte wissen, ob die eigene Rente sicher ist und ob sie sich eine adäquate Pflege und Betreuung im Alter überhaupt leisten kann. Erst danach folgt die Frage „Werde ich immer in Frieden, das heißt ohne Krieg leben können?“ (56%), und mit etwas Abstand auf Platz 3 das Thema Ökologie: „Wird die Umwelt irgendwann so zerstört sein, dass es keine Menschen mehr geben wird?“ (51%). Was der Sinn des Lebens ist, würden hingegen nur etwas mehr als ein Drittel der Deutschen (36%) wissen wollen, und das Thema, das Moralphilosophen seit Jahrtausenden beschäftigt: „Wie werde ich ein besserer Mensch?“ wird gar von nur acht Prozent der Befragten als interessant eingestuft. Auch die Frage „Wann werde ich sterben?“, scheint für die meisten Menschen keine größere Relevanz zu haben; nur 13 Prozent würden das gerne wissen wollen.

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Jüngere vor allem an der eigenen Zukunft interessiert  

Indes hat die junge Generation der 14- bis 34-Jährigen eine offenbar deutlich von der Gesamtbevölkerung abweichende Agenda: „Werde ich eine glückliche Partnerschaft führen?“ ist für sie mit 60 Prozent der Nennungen die wichtigste aller Fragen, gefolgt von den ähnlich gelagerten Themen, ob man auf dem richtigen Weg sei (55%), ob man im Leben Erfolg haben und Herausforderungen bestehen werde (50%) und ob man selbst Kinder bzw. Enkelkinder bekommen werde (40%). Die eigene Zukunft steht damit bei den jüngeren Befragten noch stärker im Vordergrund als beim Rest der Bevölkerung.

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