Beste Zukunftsaussichten in München und Leipzig

Beste Zukunftsaussichten in München und Leipzig

20.09.2017

München und Leipzig sind bestens für die Zukunft gerüstet. Die bayerische Landeshauptstadt ist erneut Sieger im HWWI/Berenberg-Städteranking, das die 30 größten Städte Deutschlands auf ihre Zukunftsfähigkeit untersucht. Aufsteiger Leipzig klettert auf Rang zwei. Gemeinsam mit Dresden (4) und Berlin (5) sind erstmals drei Städte im Osten Deutschlands unter den Top 5. Frankfurt sichert sich Rang 3. Gelsenkirchen ist das Schlusslicht in puncto Zukunftsaussichten.

Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) und die Privatbank Berenberg haben die Studie zum fünften Mal durchgeführt. „Für den Wohlstand einer Region ist die dynamische Entwicklung der Großstädte von Bedeutung. Ihr Erfolg trägt somit entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes bei“, sagt Hans-Walter Peters, Präsident des Bankenverbands und Berenberg-Chef.

Derzeit leben 23 Prozent der Deutschen in den 30 größten Städten. Untersucht hat das HWWI diese Orte hinsichtlich ihrer aktuellen ökonomischen Leistungsfähigkeit (gemessen an Bevölkerung, Zahl der Erwerbstätigen und Produktivität), ihrer künftigen demografischen Entwicklung sowie Standortfaktoren wie Bildung, Innovation, Internationalität und Erreichbarkeit.

Das Ranking

München steht – wie beim vorherigen Ranking 2015 – an der Spitze. Sowohl bei der ökonomischen Leistungsfähigkeit als auch bei den Standortfaktoren liegt die bayerische Landeshauptstadt vorn. Mit 31 Prozent ist der Anteil der Arbeitnehmer mit Fach- und Hochschulabschluss so hoch wie in keiner anderen Stadt. Auch international ist München gut aufgestellt: Der Anteil ausländischer Beschäftigter ist mit 18 Prozent am höchsten. Zudem sei bis zum Jahr 2030 der höchste prozentuale Zuwachs bei der Bevölkerungszahl (plus 16 Prozent) und der höchste absolute Zuwachs bei den Erwerbspersonen (plus 31.500) zu erwarten, so das HWWI.

Mit Leipzig ist erstmals eine Stadt aus den neuen Bundesländern auf Platz zwei des Rankings. Die Stadt in Sachsen konnte mit fast 10 Prozent das höchste Bevölkerungs- und mit 7 Prozent das höchste Erwerbstätigenwachstum aller 30 Städte verbuchen (untersucht wurde der Zeitraum zwischen 2011 und 2015). Die unterdurchschnittlich ausgeprägten Standortfaktoren Bildung und Innovation, Internationalität und Erreichbarkeit seien für die weitere Entwicklung Leipzigs allerdings ein Risiko, heißt es in der Studie.

Frankfurt am Main kann im Vergleich zum vorherigen Ranking im Jahr 2015 einen Rang gutmachen (Platz drei). Die Bevölkerung in der Mainmetropole wuchs mit plus acht Prozent am zweitstärksten.

Die Städte Duisburg, Chemnitz und Gelsenkirchen (Ränge 28 bis 30) bilden das Schlusslicht des Rankings. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen entwickeln sich einige Großstädte nach wie vor unterdurchschnittlich. „Es besteht die Gefahr, dass sich der Abstand zwischen den dynamischen und ökonomisch erfolgreichen Städten auf der einen Seite und den Städten, die am unteren Ende des Rankings stehen und Defizite aufweisen, noch vergrößern wird“, resümiert Peters.

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