Black Friday: Milliardenumsatz auch hierzulande

Black Friday: Milliardenumsatz auch hierzulande

Noch vor wenigen Jahren dachten viele Deutsche beim „Black Friday“ eher an einen Börsencrash – wegen des Schwarzen Freitags 1929. Die Amerikaner verbinden mit dem Black Friday hingegen etwas ganz anderes: ein riesiges Shopping-Event. Denn der Freitag nach Thanksgiving ist in den Staaten seit den 60er Jahren der Startschuss für das Weihnachtsgeschäft und viele Geschäfte locken mit „doorbusters“, also jeder Menge Schnäppchen.

2006 kopierten deutsche Händler erstmals den Black Friday und boten auch hierzulande spezielle Rabatte an. Zehn Jahre später knackten sie die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro – geht das Wachstum im gleichen Maße weiter, dürften es dieses Jahr 1,3 Milliarden Euro werden. 

Viele Deutsche freuen sich auf die Aktion: Sechs von zehn Bundesbürgern wollen am 24. November Schnäppchen shoppen, heißt es in einer aktuellen Studie des Verbraucherportals mydealz – unter den 25- bis 34-Jährigen sind es sogar 82 Prozent. Dabei scheinen sie nicht unbedingt die Weihnachtseinkäufe im Hinterkopf zu haben, sondern wollen eher bei Drogerieartikeln, Mode und Accessoires sowie Lebensmitteln sparen. 

Cyber Monday ruft Betrüger auf den Plan

Eng verbunden mit dem Black Friday ist der drei Tage später folgende Cyber Monday, der – wie es der Name schon sagt – vor allem im Netz stattfindet (dieses Jahr am 27. November). Auch hier locken Online-Händler mit besonderen Rabattaktionen, teils sogar eine ganze Woche lang (Cyber Week). Welche Bedeutung diese inzwischen hat, zeigt eine Umfrage, die das Portal statista.de veröffentlicht hat: Demnach ist für einen wachsenden Anteil der Händler die zweite Novemberhälfte mittlerweile die umsatzstärkste Zeit. Die Zahl derer, die das Hauptgeschäft in den ersten Dezemberwochen erwarten, also nach den Schnäppchen-Aktionen, ist im Vergleich zum Vorjahr hingegen deutlich gesunken. 

Wollen Sie auf die Jagd nach Schnäppchen gehen, sollten Sie aber gut aufpassen: Cyberkriminelle sind dieser Tage besonders aktiv. Achten Sie deshalb bei Online-Shops auf Prüfsiegel und eine verschlüsselte Datenübertragung. Erkennbar ist diese in vielen Browsern am „https://“ in der Internetadresse. Auch bei E-Mails, die per Link Rabatte versprechen, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Dahinter könnten Betrüger stecken, die mit Phishing-Mails auf der Jagd nach Kundendaten und Passwörtern sind. 

Grundsätzlich gilt: Nicht von hohen Prozentzahlen beim Rabatt blenden lassen, trotz Kurzzeit-Angeboten einen kühlen Kopf bewahren und die Preise bei anderen Anbietern vergleichen! Verbraucherschützer kritisieren nämlich, dass der Nachlass meist in Bezug auf die unverbindliche Preisempfehlung berechnet wird. Und die liegt oft weit über den handelsüblichen Preisen.

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