Fragen und Antworten zum Brexit für Bankkunden und Verbraucher

Am 29. März ist es nach dem aktuellen Stand der Dinge so weit - das Vereinigte Königreich tritt aus der EU aus. Doch was bedeutet der Brexit für den Verbraucher?

31.01.2019

von Sylvie Ernoult

Was bedeutet der Brexit für mich als Verbraucher und Bankkunde?

Für den Bankkunden wird der Brexit keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Die Banken haben sich seit längerem gut vorbereitet.

Was bedeutet der Brexit für Unternehmen?  

Für Unternehmen und damit für die Firmenkunden gilt in der Regel das Gleiche wie für
Privatkunden. Es ändert sich nicht unmittelbar etwas durch den Brexit. Unternehmen, die regelmäßig Geschäfte mit dem Vereinigten Königreich betreiben, müssen sich jedoch auf einen erhöhten Dokumentations- und Abwicklungsaufwand gefasst machen. 

Was ändert sich beim Bezahlen mit Karte und Smartphone? 

Aufschläge beim Bezahlen mit Karte und Smartphone durch den Händler sind innerhalb der Europäischen Union verboten. Wer im Londoner Restaurant nach dem Brexit die Karte zückt, muss gegebenenfalls künftig mit Kosten rechnen. 

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Wird der Urlaub im Vereinigten Königreich günstiger?

Für die Kaufkraft des Euro im Vereinigten Königreich ist der Euro-Pfund-Wechselkurs entscheidend. Das britische Pfund hat bereits nach dem Brexit-Votum deutlich an Wert verloren, was den Urlaub in Großbritannien für Touristen aus dem Euroraum preiswerter macht. Wie sich der Wechselkurs weiterentwickelt, hängt kurzfristig sehr stark davon ab, ob ein geregelter oder harter Brexit erfolgt. Bei einem harten Brexit ist mit einem weiteren Einbruch des britischen Pfund zu rechnen. Aber selbst bei einem geregelten Brexit, also einem Austrittsvertrag zwischen Großbritannien und der Europäischen Union, wird in den kommenden Monaten tendenziell ein etwas schwächeres Pfund erwartet. Eine Reise nach Großbritannien dürfte dann also noch etwas günstiger werden.

Ich bin Kunde einer Bank mit Sitz in Großbritannien, die eine unselbständige Zweigstelle in Deutschland unterhält. Wie sind meine Einlagen geschützt?

Die Einlagen sind derzeit durch das britische Einlagensicherungssystem (Financial Services Compensation Scheme, FSCS) bis zu einer Höhe von 85.000 Pfund abgesichert.

Sollte es zu einem ungeregelten Brexit kommen, wird Großbritannien am Tag des Brexits als Drittstaat angesehen. Zweigstellen von Banken, die ihren Sitz in Drittstaaten haben, werden grundsätzlich der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) durch die zuständige Aufsichtsbehörde (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) zugeordnet. Ab der wirksamen Zuordnung sind Einlagen bei diesen Zweigstellen durch die EdB geschützt.

Was ist, wenn ich Kunde einer britischen Bank mit Sitz in Deutschland bin? 

Für Kunden einer britischen Bank mit Sitz in Deutschland, ändert sich nichts. Die Einlagen sind weiterhin nach den allgemeinen Regelungen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) abgesichert. https://www.edb-banken.de/

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