Bye-bye, Bargeld? So steht es weltweit ums elektronische Bezahlen

Wie weit sind bargeld- und kontaktlose Zahlungsmethoden in aller Welt verbreitet? Und wie sieht es in Deutschland aus? Diesen Fragen sind wir in den vergangenen Wochen auf die Spur gegangen. Das Fazit: Wenn es um moderne technische Lösungen fürs Bezahlen geht, sind uns viele Länder voraus. Denn noch immer hängen wir Deutschen sehr am Bargeld. Das belegt diese Woche auch wieder eine neue Studie der Bundesbank: 88 Prozent der Deutschen wollen auch in Zukunft unverändert mit Bargeld bezahlen.

In den vergangenen Wochen haben wir Ihnen gezeigt, wie fortgeschritten das bargeld- und kontaktlose Bezahlen in aller Welt bereits ist. Und in Deutschland? Jüngst hat die Bundesbank neue Zahlen dazu veröffentlicht: Neun von zehn Deutschen wollen auch in Zukunft unverändert mit Bargeld bezahlen. Viele Nationen ticken da schon anders. Lesen Sie hier zum Abschluss eine kompakte Zusammenfassung – vom Norden Europas nach Asien und Afrika und über Amerika zurück nach Deutschland.

Die USA sind uns immer einen Schritt voraus – denken viele zumindest. Doch bei modernen Zahlmethoden hinken die Vereinigten Staaten hinterher. Zwar zücken viele Menschen dort selbst für Kleinigkeiten wie Kaugummi oder Briefmarke die Kreditkarte. Kontaktlos – beispielsweise via App – bezahlen hingegen erst wenige: Gerade einmal 15 Prozent der US-Bevölkerung verwenden das Smartphone, um Einkäufe und Dienstleistungen zu bezahlen. 

Asien ist da schon weiter, was das Bezahlen der Zukunft angeht: In China nutzen bereits 20 Prozent der Bevölkerung Apps, um Zahlungen zu tätigen. In Südkorea sollen bis 2020 Münzen komplett abgeschafft werden. In Indien arbeitet die Regierung sogar daran, das gesamte Bargeld aus dem Umlauf zu nehmen. 

„Nur Bares ist Wahres” – das gilt in Deutschland weiterhin 

Weniger drastisch, dafür aber umso erfolgreicher geht es in skandinavischen Ländern zu. Schweden ist Europas Vorreiter im digitalen Zahlungsverkehr. 2017 hat bereits die Hälfte der gesamten Bevölkerung schon mal via App und Smartphone bezahlt. In Dänemark sind es aktuell sogar schon drei Fünftel, Tendenz steigend. 

Wir in Deutschland verhalten uns hingegen sehr zögerlich. Das hat eine neue Studie der Bundesbank jüngst wieder belegt: Drei von vier Einkäufen bezahlen die Deutschen nach wie vor mit Scheinen und Münzen. Das zeigt sich auch beim Blick ins Portemonnaie: 107 Euro tragen die Bundesbürger im Schnitt mit sich – mehr als noch 2014. 

Nur jeden fünften Einkauf begleichen wir hierzulande mit Karte. Und Mobile Payment ist noch viel weniger verbreitet: Lediglich zwei Prozent der Bevölkerung zahlen bereits mit dem Smartphone. Beim kontaktlosen Bezahlen – per NFC-Chip – gibt es laut Bundesbank-Studie immerhin Zuwächse, wenn auch auf insgesamt niedrigem Niveau: 2017 stieg der Anteil von NFC-Zahlungen am Umsatz auf über ein Prozent. Trotzdem: So richtig vertrauen die Bundesbürger der neuen Technik noch nicht. Hierzulande gilt nach wie vor: Nur Bares ist Wahres

Mobile Payment: Pionierarbeit in Afrika

Eine Überraschung dürfte für viele der afrikanische Kontinent sein, insbesondere das Land Kenia: Dort zahlt man bereits seit einem Jahrzehnt fast nur noch mit dem Handy. Auch Überweisungen werden so seit langer Zeit schon getätigt. Allerdings ist hierfür kein Smartphone nötig: Es reicht auch ein altmodisches Mobiltelefon. 

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