Deutsche sind mit Verbraucherschutz zufrieden

Deutsche sind mit Verbraucherschutz zufrieden

Finanzen im Alltag

Wie steht es um den Verbraucherschutz in Deutschland? Die Mehrheit der Deutschen findet: gut. Das geht aus einer Umfrage des Bankenverbands hervor. Trotzdem meinen drei Viertel, dass man als Verbraucher bei Produktentscheidungen oft überfordert sei – auch im Finanzbereich. „Banken und Politik sind in der Pflicht, Produkte und Informationen weiter zu vereinfachen“, fordert daher BdB-Chef Andreas Krautscheid.

Die Bundesbürger sind mit Umfang und Qualität des Verbraucherschutzes in Deutschland im Großen und Ganzen zufrieden. 51 Prozent schätzen den Verbraucherschutz als „hoch“ beziehungsweise sogar „sehr hoch" ein und sehen ihre Interessen weitgehend gewahrt. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die der Bankenverband zum Weltverbrauchertag am 15. März veröffentlicht hat.

Trotz dieser positiven Einschätzung meinen drei Viertel der Befragten, dass man generell als Verbraucher bei Produktentscheidungen oft überfordert sei. Von sich selbst glauben dies allerdings deutlich weniger. Wenn es um Entscheidungen zu Finanzprodukten geht, fühlen sich rund 30 Prozent der Befragten überfordert.

Bankenverbands-Chef Andreas Krautscheid bewertet die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage positiv: „Es gibt in der Bevölkerung keine Alarmstimmung, wenn es um Verbraucherfragen geht, und damit auch keinen Grund für Aktionismus.“ Handlungsbedarf bestehe trotzdem: „Banken und Politik sind in der Pflicht, Produkte und Informationen weiter zu vereinfachen und verständlich zu erklären.“ Oft seien es gerade die gesetzlichen Vorgaben, die zu noch mehr Papierbergen führten. „Wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, müssen jetzt alle bisherigen Maßnahmen zum finanziellen Verbraucherschutz auf den Prüfstand“, fordert Krautscheid.

„Es ist auch eine Daueraufgabe der Politik, für mehr Finanzbildung in den Schulen zu sorgen“, so Krautscheid weiter, „damit Verbraucher in der Lage sind, die Informationen rund um Produkte zu verstehen und einzuordnen.“ Laut der Bankenverbands-Umfrage sagen nämlich viele selbstkritisch, dass sie sich über Produkte und Dienstleistungen vorab gar nicht ausreichend informieren würden.

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