Export sichert viele Arbeitsplätze

Export sichert viele Arbeitsplätze

Export

Ein 20-Jahres-Vergleich zeigt, wie sehr Deutschlands wirtschaftliche Stärke auf dem Export basiert und wie viele Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Außenhandel abhängen.

Dass Deutschland eine Exportnation ist und der Außenhandel eine wichtige Säule der deutschen Wirtschaft, dürfte allgemein bekannt sein. Aber was bedeutet das konkret? Wie viele Jobs hierzulande sind tatsächlich vom Außenhandel abhängig? Antwort: eine ganze Menge. Aktuelle Berechnungen von IW Consult haben ergeben, dass im Jahr 2017 ein Viertel der Arbeitsplätze in Deutschland von den Ausfuhren der Unternehmen abhängt – 20 Jahre zuvor waren es erst knapp 18 Prozent. Insgesamt waren 2017 fast 11,2 Millionen Jobs dem Export zuzuschreiben. Gegenüber 1997, als Deutschland gerade einmal 6,7 Millionen exportbedingte Jobs zählte, ist das eine Steigerung um 67 Prozent. Unterm Strich gehen damit zwei Drittel des Anstiegs der Erwerbstätigenzahl in den vergangenen 20 Jahren auf das Konto der Exportwirtschaft.

Direkte und indirekte Beschäftigungseffekte

Zu unterscheiden ist dabei zwischen direkten und indirekten Beschäftigungseffekten:

Direkt vom Export abhängig waren zuletzt gut 5,1 Millionen Erwerbstätige. Ihre Zahl ist seit 1997 um 64 Prozent gestiegen. Sie arbeiten in Unternehmen, die Güter unmittelbar ins Ausland verkaufen. Indirekt sind weitere knapp 6,1 Millionen Erwerbstätige am Auslandsgeschäft beteiligt, denn sie sind in Firmen tätig, die den exportierenden Unternehmen zuliefern – ein Plus von 71 Prozent gegenüber 1997. Dies hat vor allem damit zu tun, dass sich die Vorleistungsverflechtungen intensiviert haben. Besonders viele Stellen entfallen direkt oder indirekt auf zwei der deutschen Verkaufsschlager schlechthin: Der Export von Maschinen und der von Autos gibt jeweils 1,4 Millionen Menschen Arbeit. Einen substanziellen Beitrag zum Arbeitsmarkt leisten aber auch Chemieerzeugnisse, deren Absatz in die weite Welt Garant für 575.000 Jobs ist.

Exportmarkt EU

Regional gesehen ist die Europäische Union für den deutschen Arbeitsmarkt besonders wichtig. Die Waren- und Dienstleistungsausfuhren, die für den EU-Binnenmarkt bestimmt sind, standen 2017 für insgesamt 6,3 Millionen heimische Arbeitsplätze – und damit für deutlich mehr als die Hälfte aller exportabhängigen Jobs. Der deutsche Außenhandel mit den EU-Partnerstaaten wird häufig kritisch gesehen, da Deutschland einen großen Exportüberschuss verzeichnet. Anstoß wird aber weniger an den Exporten selbst als an dem zu geringen Import genommen. [Dieser Artikel basiert im Wesentlichen auf dem Beitrag "Jobmaschine Export" im Newsletter iwd #7/2019]

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