Falsche Fuffzger & Co.: Der richtige Umgang mit Falschgeld

Finanzen im Alltag

Obwohl es seit 2015 immer weniger werden, so sind doch immer noch deutlich mehr gefälschte Scheine in Deutschland im Umlauf als im langjährigen Durchschnitt. Dies zeigt die jüngste Falschgeld-Statistik des Bundeskriminalamtes (BKA). Zählte die Behörde 2013 noch 38.300 Falschgeld-Delikte, waren es im vergangenen Jahr knapp 70.000. Also fast doppelt so viele. Eine Infografik von Statista zeigt den Verlauf:

Am häufigsten fälschen Betrüger der Europäischen Zentralbank (EZB) zufolge die 20- und die 50-Euro-Note. 35 Prozent aller sichergestellten Blüten waren im vergangenen Jahr Zwanziger; sogar 53 Prozent waren Fünfziger.  

Mit diesen Tipps erkennen Sie Falschgeld

Rund 91.100 falsche Euro-Noten hat die Bundesbank im vergangenen Jahr registriert. Rein statistisch muss man laut dem ehemaligen Vorstand der Behörde, Carl-Ludwig Thiele, 1.000 Jahre alt werden, um einmal im Leben mit Falschgeld in Berührung zu kommen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, sollten Sie folgende Tipps beherzigen:

1. Prägen Sie sich ein, wie echtes Geld aussieht

Auf modernen Euro-Noten sind einige Sicherheitsmerkmale hinterlegt. So gibt es schnell erkennbare optische Merkmale wie die richtige Größe, die Farben, den Sicherheitsstreifen oder auch verschiedene Imprägnierungen. Außerdem sind haptische Elemente vorhanden. Wenn Sie sich unsicher sind, legen Sie eine echte Banknote neben die vermeintlich falsche. Einen Überblick über alle Sicherheitsmerkmale finden Sie bei der Europäischen Zentralbank.

2. Woran erkennt man Falschgeld am leichtesten?

Sowohl Sicherheitsstreifen als auch Wasserzeichen sind schwer zu fälschen. Zudem ist die Farbgebung auf den Euro-Scheinen sehr differenziert. Kommt Ihnen die Farbe zu kräftig, bleich oder schwammig vor, sollten Sie misstrauisch werden.

3. Wie sehe ich Euro-Münzen an, ob sie falsch sind?

Um eine falsche Münze zu identifizieren, müssen Sie kein Experte sein. Wie auch bei Geldscheinen macht der erste Eindruck viel aus. Dies beginnt bei der Oberfläche. Während echte Euro-Münzen scharfe Konturen und ausgeprägte Details besitzen, haben Fälschungen oft eher weiche Übergänge und narbige oder fleckige Flächen. Auch die Ränder sind bei den Originalen sauber ausgeprägt mit unterschiedlichen Riffelungen. Bei Fälschungen sind sie oft unsauber und schwammig. Zudem sollten Sie auf die Farbe achten. Falschmünzen werden oft nach kurzer Zeit fleckig oder die Beschichtung blättert ab. Sollten Sie einen Magneten haben, können Sie auch damit prüfen, ob die Münzen echt sind. Der Mittelteil der 1- und 2-Euro-Münzen ist nämlich magnetisch, während der Rand und die echten 10-, 20- und 50-Cent-Münzen es nicht sind. Echte 1-, 2- und 5-Cent-Münzen wiederum sind stark magnetisch.

4. Was sollten Sie tun, wenn sie Falschgeld erkannt haben?

Die Bundesbank rät dazu, in jedem Fall zur Polizei zu gehen. Falsche oder verdächtige Münzen geben Sie bei der Bundesbank ab. Auch wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Münze oder der Schein falsch sind, sollten Sie handeln. Denn wer Falschgeld weitergibt, macht sich strafbar. 

5. Kann ich mich im Erkennen von Falschgeld schulen lassen?

Tatsächlich bietet die Deutsche Bundesbank kostenlose Schulungen an, um Falschgeld zu erkennen. Unter diesem Link erhalten Sie alle notwendigen Infos – und können an einem kostenlosen Schulungsprogramm teilnehmen.

Sehen Sie sich auch unser Video zum Thema Falschgeld an:

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