Geldvermögen steigt auf fast 6 Billionen Euro

Vermögen

Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland betrug am Ende des zweiten Quartals 2018 knapp 6 Billionen Euro – so viel wie nie zuvor. Auch die Verbindlichkeiten haben zugenommen, aber nicht in gleichem Maße.

Die Deutschen werden immer vermögender – zumindest in der Summe. Zum Ende des zweiten Quartals 2018 ist das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland auf den Rekordwert von 5.977 Milliarden Euro gestiegen. Das waren nach Angaben der Bundesbank gut 80 Milliarden Euro mehr als in den ersten drei Monaten 2018. Gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt ist das Vermögen um mehr als 250 Milliarden Euro gestiegen. Besonders beliebt bei hiesigen Sparern ist es nach wie vor, Bargeld zu halten oder das Geld auf Giro- und Tagesgeldkonten zu parken. Dieser Posten nahm der Bundesbank zufolge um 44 Milliarden Euro gegenüber dem ersten Quartal zu. Somit steckten Ende Juni 2.371 Milliarden Euro in Bargeld und Bankeinlagen – das sind fast 40 Prozent des gesamten Geldvermögens der Privathaushalte.

Engagement in Aktien schwächer

Fast ebenso beliebt waren Lebensversicherungen und andere Vorsorgeprodukte für das Alter. Hier erhöhten sich die Bestände zum Vorquartal um rund 18 Milliarden auf 2.241 Milliarden Euro. Insgesamt stellt die Bundesbank eine ausgeprägte Präferenz für liquide oder als risikoarm wahrgenommene Anlageformen fest. Das Engagement in Aktien wiederum sei im zweiten Vierteljahr schwächer gewesen als in den Vorquartalen. Mit 629 Milliarden Euro blieben die Aktienbestände zum Vorquartal (624,5 Milliarden Euro) fast unverändert. Dazu kommen gut 586 (Vorquartal: 572) Milliarden Euro in Investmentfonds. In die Berechnung des Geldvermögens fließen keine Immobilien ein.

Kreditaufnahme steigt

Während die Anleger und Sparer unter den niedrigen Zinsen leiden, profitieren die Kreditnehmer von der Zinsflaute. Die privaten Haushalte nutzten das niedrige Zinsniveau nach Angaben der Bundesbank auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres, um sich günstig Kredite zu verschaffen – vor allem für den Wohnungsbau. Die gesamten Verbindlichkeiten der Privathaushalte stiegen um 0,8 Prozent auf 1.755 Milliarden Euro. Abzüglich der Schulden erhöhte sich das Nettogeldvermögen der Haushalte vom ersten auf das zweiten Quartal 2018 damit um knapp 66 Milliarden Euro auf 4.222 Milliarden Euro.

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