Karneval: 11 Wirtschafts-Fakten zum 11.11.

Helau und Alaaf: Die Jecken sind wieder los! Am 11.11. um 11.11 Uhr startet der Karneval in eine neue Session, und bundesweit fiebern wieder Faschings- und Fastnachts-Fans auf die “jecken Tag” im Februar hin. Die fünfte Jahreszeit ist ein enormer Wirtschaftsfaktor – diese 11 Fakten zum närrischen Spektakel beweisen es.

Zwei Milliarden Euro Umsatz – ein Viertel davon in Köln

1. Rund eine Million Besucher aus aller Welt zieht allein der Rosenmontagszug in Köln jedes Jahr an – auch bei schlechtem Wetter. Kurios: Ein Blick auf die Statistik der vergangenen Jahre zeigt, dass etwa 24.000 Besucher mehr kommen für jedes Grad, das es wärmer ist. 

2. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (übrigens einer Kölner Institution) bewegen die Narren rund um den Dom rund eine halbe Milliarde Euro pro Session – das ist ein Viertel des bundesweiten Karnevals-Umsatzes und 200 Millionen mehr als bei der Karnevalskonkurrenz in Düsseldorf. Die Einnahmen in der Gastronomie liegen bei 165 Millionen Euro, 85 Millionen geben die Jecken für Kostüme aus. Das hat der Bund Deutscher Karneval (BDK) zusammen mit der Unternehmensberatung Boston Consulting Group berechnet. 

3. Apropos Kostüme: Die lassen sich die Jecken gerne etwas kosten. Im Schnitt 53 Euro geben sie pro Session aus – die Männer übrigens mehr als die Frauen: 59 versus 48 Euro.

Tonnenweise Kamellen

4. Die Karnevals-Saison dauert zwischen drei und vier Monaten – je nachdem, wann Aschermittwoch ist und die Fastenzeit beginnt. Der Höhepunkt für die Gastronomie ist in der Zeit von Weiberfastnacht bis Karnevalsdienstag: Innerhalb von fünf Tagen macht manches Altstadt-Lokal in den Hochburgen bis zu einem Drittel seines Jahresumsatzes. 

5. Köln profitiert dauerhaft mit 5.000 Arbeitsplätzen vom Karneval. 3.500 Jobs sollen es in Düsseldorf sein. Überregional sind es laut BDK 3.000 Unternehmen mit rund 40.000 Beschäftigten, die in irgendeiner Weise am närrischen Spektakel beteiligt sind.

6. Am Kölner Rosenmontagszug nehmen rund 12.000 Jecken teil. Will eine Karnevalsgesellschaft mitgehen, muss sie mit Kosten von 50.000 Euro rechnen. Die Uniformen für die Karnevalisten auf dem Wagen schlagen mit jeweils rund 2.000 Euro zu Buche, dazu kommen im Schnitt 400 Euro pro Person fürs Wurfmaterial.

7. Mit Kamellen sind die Kölner nicht knausrig: 330 Tonnen Süßigkeiten werden beim Rosenmontagszug in die Menge geworfen, davon 700.000 Tafeln Schokolade und 220.000 Pralinenschachteln. 

8. Ohne Musik geht nichts: 400 neue Kölsche Titel erscheinen jedes Jahr auf CD oder im Internet. Pro 20-minütigem Auftritt verdienen beispielsweise die Kultband “De Höhner” 3.000 Euro – sie treten bis zu fünfmal am Tag auf. 

Aus Müll wird Strom – und zwar 67.000 Kilowattstunden

9. 500 Pferde gehen allein in Köln beim Rosenmontagszug mit. Laut Institut für Agrartechnik der Uni Hohenheim hinterlassen sie 16 Tonnen Mist. Daraus wieder könnte man in einer Biogasanlage 2.100 Kubikmeter Biogas erzeugen und somit 1.200 Liter Diesel oder Heizöl ersetzen.

10. Geschätzt 111 Tonnen Müll fallen beim Kölner Umzug an. In der Restmüllverbrennungsanlage der Stadt werden daraus 67.000 Kilowattstunden Strom erzeugt – das ist der Bedarf, den 20 Zwei-Personen-Haushalte ein Jahr lang benötigen.

11. Auch wenn es keine gesicherten Zahlen gibt – für Katerstimmung sorgt er allemal: der volkswirtschaftliche Schaden. Nicht wenige Jecken machen regelmäßig am Tag nach der Feierei im wahrsten Sinne des Wortes blau – oder fallen gleich länger aus wegen eines Karnevalsschnupfens. In dem Sinne: Alaaf, Helau und alles Gute!

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