Klimaschutz: Auf die Finanzierung kommt es an

Mit der Einigung auf die schrittweise Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung leistet Deutschland einen Beitrag zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens. Das ist gut und richtig, ändert aber nichts daran, dass die Herausforderungen im Kampf gegen die Klimaerwärmung gewaltig bleiben. Die Banken als zentraler Finanzierungspartner der deutschen Wirtschaft müssen hier engbei den weiteren Überlegungen mitberücksichtigt werden. 

01.02.2019

von Peter Jonach

Langfristige Finanzierungsperspektive in den Fokus rücken

Die privaten Banken tragen mit einer Vielzahl von Sustainable Finance-Produkten schon heute ihren Teil dazu bei, die Energiewende mit voranzutreiben. Damit die nun vorgelegte Roadmap der Kohlekommission erfolgreich umgesetzt werden kann, muss der Fokus in Zukunft stärker auf die Frage gerichtet werden, wie Banken die notwendigen Finanzierungen für Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen langfristig bereitstellen können. Die Europäische Kommission hat mit ihrem Sustainable Finance-Aktionsplan hierzu erste, wichtige Anregungen für die Mitgliedstaaten geliefert. 

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Banken brauchen Anreize für Finanzierung des Strukturwandels

Dies allein reicht jedoch nicht aus, Deutschland muss diese Ideen aktiv aufgreifen und weiterentwickeln. Denn für den klimagerechten Umbau der gesamten deutschen Wirtschaft werden laut Schätzungen bis zum Jahr 2050 wohl Investitionen in Höhe von knapp 2 Billionen Euro getätigt werden müssen. 

Nur mit der öffentlichen Hand ist dies nicht zu finanzieren, private Investitionen in großer Höhe sind unverzichtbar. Die Bundesregierung darf sich daher nicht auf eine althergebrachte Industrie- und Strukturpolitik mit der Gießkanne beschränken, sondern muss auch kurz- und mittelfristig die notwendigen Anreize für Banken schaffen, damit diese den Umbau der Wirtschaft tatkräftig begleiten können. Hier sind neue Ansätze gefragt, die die herkömmlichen Denkmuster in der Wirtschafts-, Steuer- oder Förderpolitik durchaus infrage stellen können. 

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