Einlagensicherung

Einlagensicherung: So ist Ihr Geld auf der Bank optimal geschützt

05.05.2020

Der Ausbruch der Atemwegserkrankung Covid-19 hat viele Menschen verunsichert. Dies liegt neben der Sorge um die Gesundheit vor allem daran, dass wirtschaftliche Folgen noch nicht absehbar sind. Viele fragen sich daher, ob Bankeinlagen in diesen turbulenten Zeiten weiterhin sicher sind. Die gute Nachricht: Unsere Einlagen bei den privaten Banken in Deutschland sind durch zwei umfassende Sicherungssysteme auch in Krisenzeiten optimal geschützt. Dafür sorgen die gesetzliche und die freiwillige Einlagensicherung.  

Wie funktioniert die gesetzliche Einlagensicherung? 

Das erste ist die gesetzliche Einlagensicherung. Alle Banken sind in Deutschland – ebenso wie in der gesamten Europäischen Union – dazu verpflichtet, die Einlagen ihrer Kunden abzusichern. Der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) ist die Aufgabe übertragen, Einlagen und Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften zu schützen. Im Falle des Eintritts eines Entschädigungsfalls eines Kreditinstituts entschädigt die EdB die Kunden innerhalb von sieben Arbeitstagen. Pro Sparer und Bank sind 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. In besonderen Fällen besteht sogar ein Schutz bis 500.000 Euro.

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Wie funktioniert die freiwillige Einlagensicherung?

Was aber, wenn die Einlagen eines Sparers diese Summe überschreiten? Dann greift für die privaten Banken in Deutschland in vielen Fällen die freiwillige Sicherungseinrichtung, der Einlagensicherungsfonds (ESF). Finanziert wird dieser durch eine Umlage der Mitglieder. Viele Banken beteiligen sich an der freiwilligen Einlagensicherung. Pro Kunde sind so mindestens 750.000 Euro durch die freiwillige Einlagensicherung geschützt, bei vielen privaten Banken sogar deutlich mehr, sodass auch Sparer mit hohen Einlagen ihr Geld in einem Entschädigungsfall vollumfänglich zurückerhalten. In welcher Höhe Ihre private Bank Einlagen sichert, erfahren Sie hier

Sind auch die Wertpapiere im Depot durch die Einlagensicherung geschützt? 

Aktien, Fonds und ETFs im Depot einer Bank verbleiben grundsätzlich im Eigentum des Sparers, die Bank fungiert nur als Verwalter. Sie sind in einem Entschädigungsfall geschützt – wird eine Bank insolvent, können Anleger grundsätzlich ihr Depot zu einem anderen Institut übertragen. 

Fazit zur Einlagensicherung

Auch in Krisenzeiten ist die Bank der sicherste Ort für Ihr Geld. Sogar im unwahrscheinlichen Falle einer Bankinsolvenz erhalten Sparer ihr Vermögen regelmäßig vollständig zurück. 

Lesen Sie jetzt mehr zum Schutz der Einlagen durch die Einlagensicherung im Fall der Schließung der Greensill Bank AG.

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Blog Redaktion

Bundesverband deutscher Banken e.V.

henrik.meyer@bdb.de

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