Lithium – ein Schlüsselrohstoff der Zukunft

Lithium steckt in Batterien für Smartphones, Laptops und Autos. Kein Wunder, dass ein regelrechter Run auf das Alkalimetall begonnen hat.

Ob als Bestandteil von Glas und Kunststoff, als Pharmazeutikum oder als Batterie – das Leichtmetall Lithium wird zusehends begehrter. Es macht Akkus und Batterien effizient und leistungsstark, steckt in Smartphones, Laptops, Elektroautos und E-Bikes. Vor allem die Automobilindustrie investiert in die Weiterentwicklung von Lithium-Batterien, da sich diese durch eine hohe Energiedichte auszeichnen und sie obendrein nicht allzu schwer sind.

Aber nicht nur Hersteller von Hybrid- oder reinen Elektroautos brauchen Lithium in großen Mengen. Auch die Luftfahrtindustrie buhlt um das Leichtmetall. Das Problem dabei: Bisher wird weltweit bei weitem nicht genug Lithium gefördert, um den erwarteten Bedarf zu befriedigen. Bis 2025 könnte die globale Nachfrage auf beinahe das Dreifache der aktuellen Weltproduktion steigen, bis Mitte der Dreißigerjahre auf das 3,5-Fache.

Große Reserven in Südamerika
Zwar kommt auf der Erde ausreichend Lithium vor, sein Massenanteil in der Erdkruste ist etwa dreimal höher als der von Blei. Allerdings ist es im Gestein recht gleichmäßig verteilt, deshalb gibt es nur wenige Lagerstätten mit hoher Lithiumkonzentration. Der größte Teil der Lithium-Reserven befindet sich in Salzseen in Chile und Argentinien, aber auch in Tibet und Afghanistan. Abgebaut wird das meiste Lithium bisher allerdings in Australien.

Gegen 2022 will auch Bolivien in die Lithium-Produktion einsteigen. Die bolivianische Regierung selbst hat erklärt, dass 70 Prozent der globalen Vorkommen unter der riesigen Salzpfanne des Salar de Uyuni lagern, einem vor Tausenden von Jahren ausgetrockneten See.

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