Hand mit Smartwatch

Wearables: Schnell und unkompliziert bezahlen

24.02.2022

Standen Sie schon einmal an der Ladenkasse und hatten kein Portemonnaie dabei? Vielleicht kann Ihnen zukünftig Ihre Uhr helfen, jedenfalls wenn es eine Smartwatch ist! Denn solche „Wearables“ können mehr als Schritte zählen: Bezahlen zum Beispiel. Weit verbreitet ist das Bezahlen mit den Wearables noch nicht. Aber laut einer Umfrage des Bankenverbandes können es sich bereits 15 Prozent der Befragten vorstellen, solche Geräte künftig zu nutzen. Alles, was das kleine Gerät dazu braucht, ist eine Zahlungsfunktion.

Denn: Dort, wo man kontaktlos mit Karte zahlen kann, geht das häufig auch mit Wearables. Wearables sind kleine Mini-Computer, die im Gegensatz zum Smartphone direkt und dauerhaft am Körper getragen werden können. Dazu gehören heutzutage vor allem Smartwatches und Fitnesstracker. 

Was Sie brauchen, um mit Wearables bezahlen zu können

Wenn Sie mit einem Wearable bezahlen wollen, benötigen Sie ein entsprechendes Gerät mit einer NFC-Schnittstelle und eine App (virtuelle Geldbörse), in der Sie digital Ihre Debitkarte (zum Beispiel eine girocard) oder Kreditkarte hinterlegen. Viele Banken unterstützen auch die Geldbörsen großer privater Anbieter, wie beispielsweise Google Pay oder Apple Pay. 

Es gibt aber auch weitere Angebote auf dem Markt, beispielsweise von Garmin, Fitbit oder Swatch. Grundsätzlich kann man mit Wearables auch per QR-Code oder Bluetooth bezahlen. In Deutschland ist aber eher die kartengestützte Variante verbreitet.

Die Technik hinter dem Bezahlen mit Wearables

Das Bezahlen mit Ihrem Wearable basiert auf einer Technologie, die auch generell das kontaktlose Bezahlen ermöglicht: die Near-Field-Communication, kurz NFC. Aktiviert wird die NFC-Verbindung beim Bezahlen für eine einzige Transaktion, die vom Händler angestoßen wird. So ist ein „Bezahlen aus Versehen“ nicht möglich. Die erforderlichen Zahlungsdaten werden verschlüsselt übertragen. Weder Ihre Kartendaten noch Informationen zu Ihrer Identität werden an den Händler weitergegeben. Bezahlt werden kann häufig auch dann, wenn das Wearable zwischenzeitlich offline ist, das heißt keine aktive Internetverbindung hat. 

So funktioniert das Bezahlen an der Ladenkasse

Wenn Sie bezahlen wollen, öffnen Sie die App auf Ihrem Wearable und halten es an das Händlerterminal. Sobald Sie einen Ton hören oder Ihr Wearable vibriert, wählen Sie aus, mit welcher Karte Sie bezahlen möchten. Haben Sie eine virtuelle Debitkarte (zum Beispiel eine girocard) hinterlegt, müssen Sie unter Umständen die PIN eingeben, die Sie bei Ihrer Bank eingerichtet haben. Und schon sind die Einkäufe bezahlt. 

Die Zukunft des Bezahlens mit Wearable

Smarte Jacken, Handschuhe oder Schlüsselanhänger: Beim Bezahlen mit Wearables ist so einiges denkbar. Alles, was gebraucht wird, ist ein NFC-Chip, der in jedes beliebige Kleidungsstück oder Accessoire eingearbeitet werden kann. Bezahlen mit einem Schmuckstück? Kein Problem!

5 Tipps, wie Sie Wearables sicher benutzen

Die NFC-Technologie macht das Bezahlen mit Wearables genauso sicher wie das Bezahlen mit Ihrer Kontaktlos-Karte oder Smartphone. Denn auch die Wearables selbst sind gut geschützt: Sie müssen in der Regel einen Code eingeben, wenn Sie Ihr Wearable anlegen. Die Zahlungsfunktion ist solange aktiv, bis Sie das Wearable wieder ablegen oder eine festgelegte Zeit abgelaufen ist. Wearables haben aber natürlich auch Funktionen, die über das Bezahlen hinaus gehen. Wir haben Tipps für Sie zusammengestellt, die Sie für den Umgang mit Ihrem kleinen Gerät sensibilisieren sollen und somit für mehr Sicherheit sorgen:

  1. Wenn Sie loslegen: Überprüfen und aktivieren Sie die Sicherheitseinstellungen bevor Sie Ihr Wearable einsetzen. 
  2. Wie tickt Ihr Wearable? Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, wie Ihr Wearable arbeitet. Welche Daten werden generiert und wo werden sie abgespeichert? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat hierzu hilfreiche Informationen zusammengestellt. 
  3. Auf dem neuesten Stand bleiben: Installieren Sie Updates für das Wearable, sobald sie zur Verfügung stehen. Wenn möglich, aktivieren Sie eine Funktion für automatische Updates. Nach jedem Update sollten Sie die Berechtigungen überprüfen. Hat sich hier durch das Update etwas geändert, justieren Sie nach. 
  4. Sicher ist sicher: Wählen Sie sichere PIN-Codes oder Passwörter und verwahren Sie diese sicher. Dabei kann ein Passwort-Manager helfen. Einige Banken stellen im Onlinebanking auch einen eSafe zur Verfügung. 
  5. Fremde Finger weg vom Wearable: Bewahren Sie Ihr Wearable sicher auf, wenn Sie es gerade nicht am Körper tragen. So schützen Sie es vor dem Zugriff anderer.
Drucken/PDF

Kontakt

Kathleen Altmann

Bundesverband deutscher Banken e.V.

Specialist, Themengruppe Media Relations

Tel. +49 30 1663 1286

kathleen.altmann@bdb.de

Ähnliche Beiträge

Frau mit Einkaufstüten

Verbraucher

24. November 2022

Acht Tipps für’s Shopping am Black Friday

Die Aussicht auf ein Schnäppchen am Black Friday lockt viele von uns in die Geschäfte. Aber auch be…

[zum Artikel]
Acht Tipps für’s Shopping am Black Friday
Kurvenverlauf

Verbraucher

17. November 2022

ETFs: Fünf Tipps, wie Sie das Verlustrisiko verringern

Wenn Sie verfügbare Mittel in ETFs investieren wollen, können Sie mit diesen fünf Tipps das Verlust…

[zum Artikel]
ETFs: Fünf Tipps, wie Sie das Verlustrisiko verringern
Mann mit Handy

Verbraucher

10. November 2022

„Spoofing“: So täuschen Kriminelle eine falsche Identität vor

„Spoofing“ ist der Fachbegriff für kriminelle Aktivitäten, die es darauf abgesehen haben Ihr Vertra…

[zum Artikel]
„Spoofing“: So täuschen Kriminelle eine falsche Identität vor

Cookie Einstellungen