Spardose

Neues Jahr, neues Glück: Vier Spartipps, die jeder schaffen kann!

Sylvie Ernoult

27.12.2019

von Sylvie Ernoult

Mehr Sport, gesünder essen und endlich mit dem Rauchen aufhören: Bald ist es wieder soweit und viele von uns fassen gute Vorsätze. Lange halten diese in der Regel nicht an. Damit die guten Absichten in Gewohnheiten übergehen, helfen einfache Tricks – dies gilt auch fürs Sparen. Ein paar Tipps, die jeder schaffen kann, finden Sie hier.

Die 52 Wochen-Challenge

Die 52 Wochen-Challenge bleibt eine meiner liebsten Methoden, um spielerisch ein kleines Vermögen anzusammeln. Das Prinzip der 52 Wochen-Challenge ist denkbar einfach: Jede Woche wird an einem gleichbleibenden Tag – zum Beispiel am Sonntag – ein Euro mehr in die Spardose geworfen als in der Vorwoche. Das heißt konkret, dass in der ersten Woche ein Euro, in der zweiten zwei Euro, in der dritten drei Euro und am Ende des Jahres, also in der 52. Woche, 52 Euro gespart werden. Wenn dann an Silvester die Spardose ausgeleert wird, sind insgesamt 1.378 Euro zusammengekommen, die zum Beispiel in einen Urlaub fließen können.

Der Fünf-Euro-Trick

Der Fünf-Euro-Trick ist schnell erklärt: Jedes Mal, wenn ein 5-Euro-Schein im Portemonnaie landet, wird dieser aussortiert und in eine Spardose gelegt. Auch wenn dadurch nicht genau klar ist, wieviel Geld am Ende des Jahres im Sparschwein gelandet sein wird, sammelt sich über die Zeit hinweg doch einiges zusammen. Selbstverständlich lässt sich dieser Trick auch auf andere Stückelungen, zum Beispiel 1- oder 2-Euro-Münzen anwenden.

Die Konsumdiät

Wer kennt das nicht? Black Friday und ständige Sale- sowie Rabattaktionen. Die Verführung zum spontanen Kauf ist allgegenwärtig. Mit der Konsumdiät kann man sein eigenes Verhalten bewusst hinterfragen und so überflüssige Spontankäufe vermeiden. Die einfache Regel lautet: Alle Wünsche kommen zuerst auf einen Merkzettel und werden nach einem Monat noch einmal angeschaut. Nur wenn der Wunsch dann immer noch besteht, darf man zuschlagen. Ansonsten wird das Geld gespart. Klingt einfach, ist aber wirksam. Das Gute an der Konsumdiät ist, dass sich jeder frei entscheiden kann, worauf er verzichten will. Eine andere Variante der Konsumdiät besteht darin, bereits getätigte Hamsterkäufe erst einmal aufzubrauchen, bevor Neues hinzukommt. So können zum Beispiel Kleidungsstücke neu kombiniert werden. Verbrauchsgegenstände wie Parfum, Haushaltsmittel oder Pflegeprodukte werden konsequent aufgebraucht, bevor neue angeschafft werden.

Der Konsumdiät kann man sich natürlich auch im Team stellen. So definiert man gemeinsam mit seinen Freunden, worauf beispielsweise sechs Monate oder ein Jahr lang verzichtet werden soll.

Aufrunden zu Ihren Gunsten 

Jedes Mal, wenn Sie sich etwas gönnen, ganz gleich ob es ein Konsumgut ist oder ob Sie essen gehen, runden Sie den Betrag auf und sparen die Differenz. Wie funktioniert das? Kosten neue Schuhe beispielsweise 75,99 Euro, so rechnen Sie innerlich mit 80 Euro und überweisen sich 4,01 Euro auf ein Tagesgeldkonto. Natürlich können Sie nach Möglichkeit auch großzügiger aufrunden – etwa immer auf die nächsten 50 oder 100 Euro. Kosten die neuen Schuhe 75,99, überweisen Sie sich dann 24,01 Euro. Kosten die Schuhe 155 Euro, so überweisen Sie sich 45 Euro usw. Mit Blick auf die aktuell niedrigen Zinsen sollten Sie jedoch Ihr Geld nicht auf dem Konto versauern lassen. Ist Ihr Tagesgeldkonto gut mit Notgroschen für Unvorhersehbares gefüllt, so sollten Sie das zurückgelegte Geld zum Beispiel in einen Aktienfonds investieren. Dies ist schon für verhältnismäßig kleines Geld möglich. Denn so kann das Geld ohne Zutun weiter „arbeiten“ und sich vermehren.  Es gibt zwar keine Garantie für erzielte Renditen. Hätte man in den vergangenen zehn Jahren aber monatlich 50 Euro mit Aktienfonds Deutschland gespart, so wären bis heute aus den eingezahlten 6.000 Euro durchschnittlich 9.716 Euro geworden (Quelle: BVI).

Beim Sparen ist es aber wie bei allen guten Vorsätzen: Durchhalten ist das, was am schwersten fällt. Außerdem ist es nicht in jeder Lebenssituation möglich, Geld beiseite zu legen. Dann bietet es sich an, einen Kassensturz der laufenden Kosten zu machen und zu schauen, ob und wo Einsparungen möglich sind. Von Handyverträgen, Stromkosten bis hin zu Kontoführungsgebühren sollte eine kritische Durchsicht laufender Kosten mindestens einmal im Jahr erfolgen. Letztlich kommt man an einer Wahrheit nicht vorbei: Sparen kann man nur das Geld, das man nicht ausgibt.

 

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