O du fröhliche! Weihnachtsbäume wirtschaftlich betrachtet

O du fröhliche! Weihnachtsbäume wirtschaftlich betrachtet

14.12.2017

Spätestens Anfang Dezember findet man sie allerorten – ob auf dem Parkplatz vom Supermarkt, beim Baumarkt oder ganz klassisch beim Bauern: Weihnachtsbäume. Bei den meisten deutschen Familien stehen sie an Weihnachten im Wohnzimmer und schaffen in der kalten Jahreszeit noch einmal ein ganz besonderes Gefühl der Heimeligkeit.

Fast 30 Millionen Bäume kaufen sich die Deutschen jedes Jahr in der Adventszeit. Allem technischen Fortschritt zum Trotz bevorzugen die meisten (62 Prozent) immer noch einen klassischen Weihnachtsbaum, so eine aktuelle Umfrage. 17 Prozent machen es sich mit einem Plastikbaum eher einfach und genauso viele Menschen verzichten ganz auf den Baum. Der Rest gibt sich auch mit Tannenzweigen zufrieden.

Jeder Zehnte bestellt seinen Baum mittlerweile im Netz

In gewissem Maße erfasst der Fortschritt jedoch auch das Weihnachtsbaum-Geschäft: Elf Prozent aller Deutschen bestellen sich ihren Baum inzwischen im Internet. Das geht aus einer Umfrage des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie hervor. Die wichtigste Bezugsquellen sind aber nach wie vor Bau- oder Supermärkte (33 Prozent); beim regionalen Bauern oder Förster kauft etwa jeder Fünfte. 

Insgesamt kam in den vergangenen Jahren ein Großteil der gekauften Weihnachtsbäume aus dem Inland. Jeder zehnte Baum stammt aus Dänemark: 2015, so die neuesten Zahlen, waren dies 2,4 Millionen Exemplare. Damit haben die Dänen hierzulande quasi ein „Weihnachtsbaum-Import-Monopol“: 96 Prozent der überhaupt zu Weihnachten importierten Bäume stammen von unseren nördlichen Nachbarn (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Passend zur seit fast 10 Jahren äußert geringen Inflationsrate ist übrigens auch die Preissteigerung bei Weihnachtsbäumen zuletzt minimal gewesen: Seit 2009 verharrt der Durchschnittspreis bei rund 24 Euro. Der Umsatz mit Weihnachtsbäumen liegt damit im Jahr bei rund 700 Millionen Euro. Zum Vergleich: Mit Valentinstagsblumen werden Jahr für Jahr „nur“ rund 120 bis 130 Millionen umgesetzt. 

Nordmanntanne ist der Klassiker

Zum Schluss noch ein paar praktische Tipps zur Frage: Welcher Weihnachtsbaum ist der richtige? Obwohl die Auswahl jedes Jahr größer wird – von der Blaufichte über die Douglasie bis zur Korea-Tanne –, stellen sich die meisten Deutschen den Klassiker Nordmanntanne ins Wohnzimmer. 70 Prozent „Marktanteil“ hat dieser Baum – sicher auch, weil seine Nadeln nicht pieksen und er selbst in trockener Heizungsluft lange frisch bleibt. Wer einen kräftigeren Geruch bevorzugt, greift hingegen zur Edeltanne oder Blaufichte. Da bei beiden die Äste weiter auseinander stehen, sind sie zudem für echte Kerzen besser geeignet.

Drucken/PDF

Kontakt

Verbraucher Redaktion

Bundesverband deutscher Banken e.V.

bdb-pressestelle@bdb.de

Ähnliche Beiträge

Smishing, Vishing, Phishing: Achtung, Datenklau!

Verbraucher

29. März 2021

Smishing, Vishing, Phishing: Achtung, Datenklau!

Der Begriff Phishing ist den meisten bekannt als Abfischen von Daten über gefälschte E-Mails und We…

[zum Artikel]
Smishing, Vishing, Phishing: Achtung, Datenklau!
Hand mit Smartphone

Verbraucher

19. März 2021

Telefon-Masche: Vorsicht vor Kriminellen, die sich als Bankangestellte ausgeben!

Trickreich versuchen Kriminelle per Telefon, an Ihre Onlinebanking-Zugangsdaten zu gelangen oder Si…

[zum Artikel]
Telefon-Masche: Vorsicht vor Kriminellen, die sich als Bankangestellte ausgeben!
Einlagensicherung

Verbraucher

12. März 2021

Einlagensicherung: So ist Ihr Geld auf der Bank geschützt

Wegen der Schließung der Greensill Bank machen sich Sparer in Deutschland Sorgen. Aber ihre Bankein…

[zum Artikel]
Einlagensicherung: So ist Ihr Geld auf der Bank geschützt

Cookie Einstellungen