SEPA-Jubiläum: 10 Jahre, 10 Fakten

SEPA-Jubiläum: 10 Jahre, 10 Fakten

25.01.2018

Ein Jahrzehnt SEPA: Im Januar 2008 startete das Verfahren – seitdem unterscheidet man nicht mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Euro-Zahlungen innerhalb des SEPA-Gebiets. Doch wofür stehen die vier Buchstaben eigentlich? Und was hat das mit IBAN und BIC zu tun? Wir haben hier zehn Fakten zu zehn Jahren SEPA für Sie zusammengestellt.

1. SEPA ist die Abkürzung für Single Euro Payments Area, sprich: einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum. Insgesamt sind es 34 SEPA-Teilnehmerländer, in denen man mit der SEPA-Überweisung und SEPA-Lastschrift besonders bequem, schnell und sicher bezahlen kann.

2. Am 28. Januar 2008 fiel der Startschuss für SEPA-Überweisungen; im November 2009 folgte die SEPA-Lastschrift. Im Zuge der SEPA-Einführung wurden Kontonummer und Bankleitzahl auf IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Business Identifier Code) umgestellt.

3. Bis die Kontonummer endgültig ausgedient hatte, dauerte es aber noch einige Jahre. Privatkunden konnten die alten Nummern und Bankleitzahlen noch bis zum 1. Februar 2016 für Zahlungen im Inland nutzen. Die Einzugsermächtigung wurde in das SEPA-Mandat umgewandelt, so dass Lastschriften einfach umgestellt werden konnten.

4. 22 Stellen hat die IBAN. Viele Kunden befürchteten zunächst, dass es dadurch häufiger zu Zahlendrehern beim Eintippen und somit zu Fehlbuchungen kommen könnte. Tatsächlich ist diese Gefahr aber geringer geworden: Die IBAN ist durch eine zweistellige individuelle Prüfzahl abgesichert. Dass eine falsche Eingabe eine gültige IBAN ergibt, ist daher höchst unwahrscheinlich.

Aus dieser Nummer kommen Sie nicht raus…

5. Der Bankenverband und die Banken erklärten auf vielfältigen Wegen, wofür die einzelnen Buchstaben und Ziffern stehen: Länderkennung, Prüfzahl, Bankleitzahl und Kontonummer. Um den Verbrauchern die Angst vor der vermeintlich zu langen IBAN zu nehmen, startete auch die Bundesbank 2013 eine Informationskampagne mit dem Slogan: Aus dieser Nummer kommen Sie nicht raus...

6. Die 34 SEPA-Teilnehmerländer setzen sich zusammen aus den derzeit 28 EU-Mitgliedstaaten, den drei Staaten des sogenannten Europäischen Wirtschaftsraums EWR (Island, Liechtenstein und Norwegen) sowie weitere Länder wie die Schweiz und Monaco.

7.  Inzwischen können rund 520 Millionen Bürger durch SEPA bargeldlos europaweit einkaufen oder Dienstleistungen bezahlen. Und dies sicher, günstig und bequem – ein entscheidender Meilenstein in Richtung des europäischen Binnenmarkt. 

8. Jährlich werden mehr als 19 Milliarden SEPA-Überweisungen und mehr als 20 Milliarden SEPA-Lastschriften im gesamten SEPA-Raum durchgeführt.

9. Ein großes Plus des SEPA-Verfahrens ist seine Schnelligkeit: Eine SEPA-Überweisung auf ein Konto in ein anderes Mitgliedsland dauert nicht länger als eine Überweisung innerhalb Deutschlands: Sie muss am nächsten Bankgeschäftstag auf dem Konto eingehen (für Aufträge die per Überweisungsbeleg eingehen nach zwei Bankgeschäftstagen). 

10. Wie geht es weiter? Überweisung in Auftrag gegeben – und binnen Sekunden ist das Geld beim Empfänger auf dem Konto und dieser kann darüber verfügen. Künftig soll das möglich sein: mit der SEPA-Echtzeitüberweisung. Die deutschen Banken arbeiten zurzeit daran, damit möglichst bald alle Kunden das neue Verfahren nutzen können. 

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