Sparschwein

Mit Geld spielt man nicht: So lernen Kinder den Umgang mit Finanzen

Das eigene Taschengeld: Für Kinder ist es der erste Schritt in die finanzielle Unabhängigkeit. Ab jetzt entscheiden nicht mehr die Eltern, was gekauft wird, sondern der Nachwuchs selbst – zumindest teilweise. Das bedeutet aber auch, dass dem Sohn oder der Tochter auf einmal bewusst wird, wie schnell Geld wieder weg sein kann.  

Wann der richtige Zeitpunkt ist, um zum ersten Mal über Geld zu sprechen, hängt von der persönlichen Entwicklung des Kindes ab. Generell gilt aber: Sobald Kinder ein Verständnis für Zahlen entwickeln, können sie auch den Wert von Geld begreifen.  

Wie können Eltern einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld vermitteln? 

Um Verantwortung zu lernen, müssen Kinder die Möglichkeit haben, eigene Erfahrungen zu machen. Das eigene Taschengeld ist genau dafür da. Schnell zeigt sich, wie unterschiedlich Kinder mit Geld umgehen. Manche sparen für einen Wunsch, andere geben das Geld sofort beim Kiosk aus. Auch wenn es Eltern manchmal schwerfällt: Das Taschengeld sollte dem Kind zur freien Verfügung stehen. Nur so lernt es selbst, dass es sich nur etwas kaufen kann, wenn noch Geld übrig ist.  

Wie viel ist zu viel? 

Wie hoch das Taschengeld sein sollte, kommt darauf an, wie alt das Kind ist. Orientierungshilfen gibt es im Internet: Das Bundesfamilienministerium empfiehlt für Grundschulkinder beispielsweise 1,50 Euro bis 2 Euro, für 12-Jährige bis zu 23 Euro im Monat. 

Lernen zu sparen: Vom Sparschwein zum eigenen Konto

Taschengeld ist ja schön und gut. Aber lernt ein Kind damit auch zu sparen – oder nur, wie man Geld ausgibt? Früher war es das Sparschwein, das Haben und Nicht-Haben verständlich machen sollte. Für jüngere Kinder ist das auch heute noch der richtige Ort, um das Taschengeld zu verwahren.  

Ab einem Alter von zwölf Jahren bietet sich ein Taschengeldkonto an. Eltern können das monatliche Taschengeld per Dauerauftrag überweisen. Keine Sorge, liebe Eltern – das Konto bzw. das Geld auf dem Konto gehört dem Kind, die Eltern bleiben aber verfügungsbefugt, bis der Nachwuchs volljährig ist. Außerdem läuft das Konto auf Guthabenbasis. Wenn das Konto nicht gedeckt ist, kommt der Sohn oder die Tochter also auch nicht an Geld. Auch Überweisungen oder Lastschriften werden nur dann ausgeführt, wenn das Konto ein entsprechendes Guthaben aufweist.   

Geld gehört auf den Stundenplan

Ohne ökonomische Allgemeinbildung ist die Welt für Jugendliche kaum noch zu verstehen. Dabei kommt den Schulen eine besondere Rolle zu. Begriffe wie soziale Marktwirtschaft, Rendite und Dispokredit dürfen keine Fremdworte sein. Um die Vermittlung von Wirtschafts- und Finanzwissen zu unterstützen, engagiert sich der Bankenverband seit vielen Jahren mit Schülerwettbewerben und Unterrichtsmaterialien für eine bessere ökonomische und finanzielle Bildung an Schulen.

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Ansprechpartner

Juliane Weiß

Bundesverband deutscher Banken e.V.

Pressesprecherin

Tel. +49 30 1663-1514

juliane.weiss@bdb.de

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