Studie: Frauen sparen auf kurze Sicht

Frauen sparen zwar gemessen am Einkommen prozentual etwa so viel wie Männer, doch sie legen ihr Geld oft weniger gewinnbringend an. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der comdirect. Der Unterschied liegt in der Anlageform: Sparerinnen investieren deutlich seltener in Aktien und Fonds als männliche Anleger. Was für Folgen das in Zeiten des Niedrigzinses hat und welche Lücken es bei den Finanzen zwischen Männern und Frauen außerdem gibt, zeigen wir hier.

Frauen sparen zwar nicht viel weniger als Männer – legen ihr Geld aber nicht so gewinnbringend an. Das hat eine Untersuchung der comdirect ergeben. Im Schnitt legen Frauen jeden Monat 4,3 Prozent ihres Netto-Verdienstes (2.200 Euro) zurück – bei Männern sind es 4,6 Prozent (von 2.730 Euro). In absoluten Zahlen entspricht das durchschnittlich 95 beziehungsweise 125 Euro.

Den Unterschied macht die Anlageform: Im Gegensatz zu Männern investieren Sparerinnen laut der Studie deutlich weniger in Aktien und Fonds. Während bei männlichen Kontoinhabern Aktien im Schnitt 21 Prozent des Portfolios ausmachen, sind es bei Frauen weniger als 10 Prozent (siehe Grafik).

„Auf lange Sicht eine schlechte Entscheidung, denn in Zeiten von Niedrigzinsen und Inflation ist das Sparbuch oder Girokonto für eine langfristige Geldanlage keine Alternative“, sagt Sabine Schoon, Mitbegründerin der comdirect-Initiative finanz-heldinnen. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt hat, Frauen auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit zu unterstützen.

Nicht nur beim Sparverhalten zeigt sich eine Lücke zwischen den Finanzen von Männern und Frauen. Die Initiative kritisiert, dass bereits im Vorschulalter Mädchen im Schnitt 17 Prozent weniger Taschengeld bekämen als Jungen. Im Arbeitsleben liege der durchschnittliche Stundenlohn von Frauen 20 Prozent unter dem von Männern; und Rentnerinnen hätten rund 21 Prozent weniger Einkommen.

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