Umfrage: Die Deutschen überschätzen ihr Finanzwissen

Umfrage: Die Deutschen überschätzen ihr Finanzwissen

Börse, Investmentfonds, gesetzliche Einlagensicherung: Viele Deutsche können mit diesen Begriffen nicht viel anfangen. Eine aktuelle Umfrage des Bankenverbands zeigt, dass sich die Finanzkompetenz der Bundesbürger seit 2014 verschlechtert hat. 

Die Deutschen überschätzen ihre eigene Finanzkompetenz. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Bankenverbands hervor. „Die meisten Bürger interessieren sich zwar für Wirtschaftsthemen und glauben auch, dass sie sich in Finanzangelegenheiten gut auskennen. Jedoch entspricht diese Selbsteinschätzung leider nicht der Realität“, sagte Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, zu den Ergebnissen der repräsentativen Umfrage. So wusste ein Viertel (26 Prozent) der Befragten nicht, was „Inflation“ bedeutet, und lediglich die Hälfte (52 Prozent) konnte die ungefähre Höhe der gegenwärtigen Inflationsrate nennen. Mit 44 Prozent konnte auch fast die Hälfte nicht erklären, was ein Investmentfonds ist.

Finanzkompetenz der Deutschen hat sich seit 2014 verschlechtert

„Es ist bedenklich, dass sich die Kompetenz der Deutschen in Finanzfragen seit 2014 noch verschlechtert hat“, so Krautscheid zu den Ergebnissen des sogenannten Finanzplanungsindex: „In Zeiten, in denen wir die Digitalisierung aller Lebensbereiche erleben, wird ein wirtschaftliches Grundverständnis immer wichtiger.“ Gerade jüngere Erwachsene (unter 30 Jahren) zeichneten sich nach Ergebnissen der Studie durch eine geringere Finanzkompetenz aus. Wenn dies in späteren Lebensphasen nicht mehr aufgeholt werde, bestehen schlechte Voraussetzungen, die eigenen Finanz- und Vorsorgeentscheidungen richtig zu treffen. Der Finanzplanungsindex wird an gleichbleibenden Fragen gemessen. Danach verfügen 2017 mehr als 60 Prozent der Befragten über schlechte oder eher schlechte Finanzkenntnisse. 2014 lag der Wert noch bei 56 Prozent. 

Krautscheid weiter: „Es ist nicht nur Aufgabe der Schule und der Eltern, Finanzwissen zu vermitteln. Dies sehe ich vielmehr auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der sich Unternehmen und Wirtschaftsorganisation ebenso angesprochen fühlen.“ 

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