Valentinstag – florierende Geschäfte zum Tag der Liebe

Küsse, Herzen, rote Rosen: Der Valentinstag steht bevor! Am 14. Februar zelebrieren glückliche Pärchen die Liebe – und auch Floristen haben was zu feiern. Denn der aus den USA importierte Brauch sorgt jedes Jahr für millionenschweren Umsatz im Blumenhandel. Und nicht nur dort… Lesen Sie hier zehn wissenswerte und kuriose Fakten zum Tag der Liebe.

1. Auch wenn es landläufig heißt, der Valentinstag sei eine Erfindung der Blumenbranche: Sein Ursprung geht bis ins dritte Jahrhundert zurück. Der Überlieferung nach soll der Heilige Valentin von Rom Paare trotz des Verbots durch Kaiser Claudius II. nach kirchlichem Ritus getraut haben. In England gab es bereits seit dem 15. Jahrhundert Valentinsbräuche, die Auswanderer mit in die USA nahmen. Nach Deutschland kam der Tag der Liebe in den 50er-Jahren – durch US-Soldaten, die nach dem Zweiten Weltkrieg hier stationiert waren.

2. Mittlerweile ist der Valentinstag auch bei uns fest verankert: Laut einer Online-Umfrage machen mehr als drei Viertel der Deutschen ihrem Partner am 14. Februar ein Geschenk. Ganz freiwillig scheinen dies viele aber nicht zu tun: In einer Umfrage des Portals YouGov gaben 78 Prozent an, dass ihnen den Tag der Liebe zu kommerziell ist; und 58 Prozent fühlen sich unter Druck gesetzt, am Valentinstag etwas Romantisches zu machen.

3. Passend dazu halten sich Zeitaufwand und Kosten für die Präsente hierzulande eher in Grenzen: Knapp die Hälfte kauft ihr Geschenk online, die Preise bewegen sich mehrheitlich  zwischen 10 und 50 Euro – das hat eine Umfrage des Portals mydealz ergeben. Nur 12 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen investieren mehr als 75 Euro.

Millionenschwerer Umsatz für Floristen

4. Blumen zum Valentinstag sind der Klassiker: Die deutsche Floristik-Branche verzeichnet Jahr für Jahr Umsatzrekorde. 134 Millionen Rosen wurden im Februar 2017 nach Deutschland importiert. Der Gesamtumsatz der Blumenhändler in den Tagen rund um den 14. Februar liegt bei 120 bis 130 Millionen Euro – das ist doppelt so viel wie normal.

5. Der Umsatz mit Rosen und Co. floriert – auch weil die Blumenpreise im Februar deutlich höher sind: Knapp acht Prozent mehr müssen Verliebte in den Tagen rund um den Valentinstag für Schnittblumen hinblättern. Das hat eine Auswertung des Statistischen Bundesamts ergeben.

6. Dass wir Deutschen so gerne Blumen verschenken, freut vor allem unsere Nachbarn in den Niederlanden: Sie sind der wichtigste Rosenlieferant – knapp eine Milliarde Rosen wurden im vergangenen Jahr von dort importiert.

7. Beliebte Aufmerksamkeiten sind bei Turteltauben auch ein gemeinsames Dinner, Pralinen und Schmuck. Und selbst Branchen, die auf den ersten Blick nichts mit Liebe und Romantik zu tun haben, wissen den Tag zu vermarkten: So gibt es Valentinstag-Rabatte auch in Tierfuttergeschäften, Toilettenpapier wird in der Valentins-Edition verkauft (mit „romantisch-blumigem Duft“ und Herzmotiven), und bei Handy- und Computerspielen kann man bei speziellen „Valentine's Events“ zocken. 

In den USA lässt der Valentinstags-Hype nach

8. Andere Länder, andere Sitten: In Japan beschenken sich Liebende mit Schokolade, in Italien bringen sie traditionell Liebesschlösser an Brücken an und werfen die Schlüssel ins Wasser. Die Finnen machen nicht nur ihren Partnern, sondern auch guten Freunden kleine Geschenke – anonym in Wichtelmanier. Und in Südafrika trägt man am 14. Februar traditionell Weiß und Rot: Die Farben stehen für Reinheit und Liebe.
 
9. Vorsicht sollte man hingegen in Saudi-Arabien walten lassen: Weil der Valentinstag gegen das dortige Recht verstößt, ist es verboten, in den Tagen davor rote Rosen oder andere romantische Geschenke zu kaufen. Wer es dennoch wagt, muss mit harten Strafen rechnen.

10. Die US-Amerikaner wiederum scheinen des Brauchs langsam überdrüssig zu werden: Seit 2007 sinkt in den Staaten die Zahl derjenigen, die etwas zum Valentinstag verschenken – von damals 63 auf 54 Prozent im vergangenen Jahr. Gleichzeitig geben die Verliebten auch weniger Geld aus. Beliebteste Präsente sind dort Süßigkeiten (50 Prozent) – erst auf Platz vier folgen Blumen (35 Prozent).

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