Von der Muschel zur Kreditkarte: Wie das Geld erfunden wurde

Von der Muschel zur Kreditkarte: Wie das Geld erfunden wurde

Neue Serie: Eine kleine Geschichte des Geldes

14.06.2018

Auch wenn es heute schwer vorstellbar ist: Geld gab es nicht immer. Wie aus Muscheln unsere Münzen, Scheine und Kreditkarten wurden, erklärt unsere neue Serie in drei Teilen. 

Als unsere Vorfahren noch in Höhlen Unterschlupf fanden, brauchten sie kein Geld: Sie versorgten sich komplett selbst; jagten und sammelten, kleideten sich mit Fell und Pelz. Vor etwa 8.000 Jahren lebten Menschen aber erstmals in größeren Gemeinschaften zusammen – und teilten zunehmend die Arbeit untereinander auf. Denn nicht jeder konnte gleich gut jagen, Speere schnitzen oder Kleidung nähen. 

Ware gegen Ware – der Beginn der Naturalwirtschaft

Die Naturalwirtschaft war geboren: Im Austausch für ein Stück Fleisch gab es Getreide, Schmuck oder Werkzeuge. Dieser direkte Handel von Ware gegen Ware brachte aber auch Probleme mit sich: Nicht immer fand man passende Tauschpartner, manche Güter waren schnell verderblich. Die Lösung: eine einheitliche und von allen anerkannte Währung. 

Primitivgeld: Muscheln, Tee und Steine gegen Ware

Dieses sogenannte Primitivgeld nahm je nach Gegend verschiedene Formen an: Von Muscheln über Metalle bis zu Steinen konnte jeder Gegenstand als Währung dienen, vor allem wenn er selten und gefragt war. Das Primitivgeld funktionierte also als Zwischentauschmittel: So musste ein Bauer nicht erst jemanden finden, der ihm für seine Äpfel ein Huhn anbot. Vielmehr verkaufte er seine Früchte, erhielt dafür eine bestimmte Menge der jeweiligen Währung und erwarb dafür bei einem anderen Händler ein Nutztier.

Eines der verbreitetsten Zahlungsmittel der Frühzeit ist die Kaurischnecke (oft auch Kaurimuschel genannt). Mit ihr wurde in weiten Teilen Asiens und Afrikas bezahlt – teilweise bis ins 20. Jahrhundert. In manchen Teilen der Welt existiert Primitivgeld sogar noch heute: Auf den Salomonen, eine Inselgruppe in der Südsee, bezahlen die Bewohner neben dem Solomon Islands Dollar noch immer mit Muscheln – nicht nur den täglichen Einkauf, sondern sogar ganze Grundstücke.

Drucken/PDF

Kontakt

Verbraucher Redaktion

Bundesverband deutscher Banken e.V.

bdb-pressestelle@bdb.de

Schlagworte

Ähnliche Beiträge

Frau mit Einkaufstüten

Verbraucher

24. November 2022

Acht Tipps für’s Shopping am Black Friday

Die Aussicht auf ein Schnäppchen am Black Friday lockt viele von uns in die Geschäfte. Aber auch be…

[zum Artikel]
Acht Tipps für’s Shopping am Black Friday
Kurvenverlauf

Verbraucher

17. November 2022

ETFs: Fünf Tipps, wie Sie das Verlustrisiko verringern

Wenn Sie verfügbare Mittel in ETFs investieren wollen, können Sie mit diesen fünf Tipps das Verlust…

[zum Artikel]
ETFs: Fünf Tipps, wie Sie das Verlustrisiko verringern
Mann mit Handy

Verbraucher

10. November 2022

„Spoofing“: So täuschen Kriminelle eine falsche Identität vor

„Spoofing“ ist der Fachbegriff für kriminelle Aktivitäten, die es darauf abgesehen haben Ihr Vertra…

[zum Artikel]
„Spoofing“: So täuschen Kriminelle eine falsche Identität vor

Cookie Einstellungen