Von Rugby-Spielern bis zur Queen: Geldköpfe mit Geschichte

Von Rugby-Spielern bis zur Queen: Geldköpfe mit Geschichte

Serie „Geldköpfe“

Unsere Fußballnationalmannschaft auf den deutschen Euro-Münzen? Eher unwahrscheinlich. Ganz anders auf den Fidschi-Inseln: Die Inselbewohner waren so stolz auf den Olympia-Sieg ihres Rugby-Teams, dass die Sportler ihre eigene Banknote bekamen – die auch offizielles Zahlungsmittel ist. Weitere Geldköpfe mit Geschichte stellen wir Ihnen im Blog vor.

Seit Jahrhunderten zieren Porträts bekannter Persönlichkeiten Banknoten und Münzen. In den vergangenen Monaten haben wir viele dieser „Geldköpfe“ vorgestellt (eine Übersicht zu allen Artikeln finden Sie unten). Als Nachschlag gibt es hier noch mal ein paar ganz besondere Scheine aus aller Welt: fünf Geldköpfe mit Geschichte.


Königin Elisabeth II. – Rekordhalterin der Banknoten

Die Queen ist nicht nur die am längsten amtierende britische Monarchin, sie ziert auch rekordverdächtig viele Banknoten. Ist sie doch weltweit auf Geldscheinen vertreten, in mehr als 30 Ländern. In Kanada bildete man 1935 zum ersten Mal das Gesicht der (damals noch künftigen) Queen auf einer Dollar-Note ab. Damals war sie erst acht Jahre alt (hier finden Sie Fotos). Dass die Queen in so vielen Währungen zu finden ist, liegt vor allem an der Kolonialgeschichte Großbritanniens. Kanada ist übrigens auch das Land mit dem aktuellsten Porträt der Monarchin: Es stammt aus dem Jahr 2011 und ziert die 20-Dollar-Note.


Die Rugby-Mannschaft von Fidschi – Sieben Dollar für die Olympiahelden

Normalerweise gilt bei Banknoten eine gewisse dezimale Logik in der Verteilung der Notenwerte. Die Republik Fidschi machte nach den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro eine Ausnahme und gab erstmals eine 7-Dollar-Note aus. Darauf ist die Rugby-Mannschaft des Inselstaates abgebildet. Holte sie doch die erste olympische Goldmedaille für Fidschi überhaupt. Daher auch die ungewöhnliche Zahl, denn Fidschi siegte im sogenannten 7er-Rugby. Auf der Rückseite des Scheins sind außerdem Teamkapitän Osea Kolinisau und Trainer Ben Ryan zu sehen. Wie die Banknote aussieht, sehen Sie hier.


Mahatma Gandhi – Ein Schein ist nicht genug

Der Kämpfer für Freiheit und Menschenrechte steht in einer Reihe mit Martin Luther King und Nelson Mandela. Durch seinen Einsatz wurde Indien 1947 von Großbritannien unabhängig. Heute würdigt das Land seinen Helden auf seinen Rupien. Während in anderen Ländern gerne mal über den Zusammenhang von abgebildeter Person und dem Wert des Scheines diskutiert wird, kennt man dieses Problem in Indien nicht. Denn der weltberühmte Pazifist ist seit 2016 auf allen Banknoten verewigt – in der sogenannten Mahatma-Gandhi-Serie.


Knud Rasmussen – Der einzige Mensch auf Grönlands Kronen

Bevor in Grönland ab 1968 die dänische Krone zum offiziellen Zahlungsmittel wurde, gab es auch grönländische Banknoten. Darauf war die Tierwelt des Landes abgebildet – vom Eisbär über Eiderente und Robbe bis hin zum Wal. Nur ein einziger Mensch schaffte es je auf diese Geldscheine: Knud Rasmussen (hier ein Bild der Banknote). Der in Grönland geborene Polarforscher beschäftigte sich nicht nur mit dem Geheimnissen der vereisten Insel. Er interessierte sich auch für die Kultur der Inuit und erlangte dadurch hohes Ansehen bei seinen Landsleuten – das schließlich in den 50er-Jahren in einer Banknote gipfelte. 


Ferdinand I. von Rumänien – Der kleinste Geldkopf der Welt

27,5 mal 38 Millimeter, kaum größer als eine Briefmarke: Das sind die Maße der rumänischen 10-Bani-Note aus dem Jahr 1917, die das Guinness-Buch der Rekorde zum winzigsten Geldschein der Welt ernannt hat. Das Scheinchen ziert ein Portrait von Ferdinand I., dem damaligen König von Rumänien. Die überschaubare Größe hatte praktische Gründe: Gedruckt während des Ersten Weltkriegs handelte es sich um eine Notwährung für Kleingeld, da das Material für Münzen knapp war.

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