Weltfondstag – Sparen lohnt sich doch!

Weltfondstag – Sparen lohnt sich doch!

Sparen + Geldanlage

Sparen kann sich doch noch lohnen – wenn man Geduld, Ausdauer und eine gewisse Risikobereitschaft mitbringt. Wer in den vergangenen 30 Jahren jeden Monat 100 Euro investiert hat, konnte beim Anlageschwerpunkt Aktienfonds Deutschland am meisten herausholen: Aus 36.000 wurden so 123.000 Euro. Auch mit kleinen Schritten kann man also ein Vermögen aufbauen.  

Tanja Beller

18.04.2018

von Tanja Beller

Mit Blick auf die Zinsen sind viele Sparer mittlerweile frustriert. Das Geld bleibt auf Konten liegen, weil es sich ja anscheinend überhaupt nicht mehr lohnt, irgendetwas damit zu machen. Das ist aber ein Fehler – gerade für diejenigen, die sich erst noch einen finanziellen Grundstock  aufbauen möchten: Weil sie am Anfang ihres Berufsweges stehen oder für die Altersvorsorge etwas zurücklegen wollen. Dass sich das regelmäßige Sparen mit kleineren Beträgen lohnt, zeigt ein Blick in die Fondsstatistik: Wer in den vergangenen 30 Jahren jeden Monat 100 Euro in Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland angelegt hat, konnte Ende 2017 im Schnitt über Fondsanteile im Wert von etwa 123.000 Euro verfügen.

Was man braucht: Geduld, Ausdauer...

Geduld und Durchhaltevermögen zahlen sich also aus: Denn in allen Fällen hatten die Sparer über den langen Zeitraum (nur) 36.000 Euro investiert. Fondskosten einschließlich des maximalen Ausgabeaufschlags sind eingerechnet. Allerdings können die Ergebnisse von Fonds zu Fonds im Einzelfall beträchtlich voneinander abweichen. Renten- und Mischfonds, aber auch Aktienfonds mit internationalem Anlageschwerpunkt rentierten im Schnitt deutlich niedriger, wie unsere Grafik verdeutlicht. Zudem sind Renditen in der Vergangenheit keine Garantie für zukünftige Wertentwicklungen.

...ganz ohne Risiko geht es nicht

Und auch Fonds schwanken je nach Ausrichtung und Marktentwicklung im Wert. Man muss  deshalb eine gewisse Risikobereitschaft und Zeit mitbringen, um Kurstiefs auch „aussitzen“ zu können. Informationen zum Fonds geben neben den Verkaufsunterlagen auch die Basisinformationsblätter, die unter anderem die Funktionsweise des Produktes und auch die möglichen Risiken beschreiben.

Welcher Fonds passt zu mir?

Welcher Fonds der richtige ist, hängt sowohl von der Ausrichtung des jeweiligen Fonds als auch von der persönlichen Risikobereitschaft ab. Neben den aktiv gemanagten Fonds können Anleger auch zu kostengünstigeren Indexfonds greifen (Exchange Traded Funds, abgekürzt ETFs). Das sind Fonds, die an der Börse gehandelt werden und meist einen zugrunde liegenden Aktienindex abbilden. Auch ein Sparplan in ETFs ist möglich. Zusätzlicher Vorteil eines Fondssparplans ist seine Flexibilität: Der Anleger ist nicht an feste Laufzeiten gebunden, er kann seine Sparraten jederzeit verändern und bei Bedarf ganz aussetzen. Das angesparte Kapital ist grundsätzlich frei verfügbar.

Durchschnittskosten senken

Und nicht zuletzt: Wer mit einem Sparplan Fondsanteile regelmäßig kauft, profitiert vom sogenannten „Cost-Average-Effekt“. Dieser Effekt beschreibt, dass ein Anleger durch den regelmäßigen Kauf von Investmentanteilen bei niedrigeren Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile erwirbt. Dadurch sinken langfristig die Durchschnitts-Einstandspreise.

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