Schultüte

Zukunft in der Schultüte: Wie Eltern für ihre Kinder sparen können

Mecklenburg-Vorpommern hat den Anfang gemacht – nach und nach enden die Sommerferien nun in allen Bundesländern. Wie der Schulbeginn für die einzelnen Schülerinnen und Schüler in Corona-Zeiten aussehen wird, wird sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden, möglicherweise auch von Kreis zu Kreis und von Schule zu Schule. Besonders aufregend ist der Schulbeginn natürlich für die Kinder, die nun eingeschult werden – aufregend für sie selbst, aber auch für ihre Eltern. Zugleich ist der erste Schultag ein guter Anlass für Sie, als Eltern und Großeltern, an die Zukunft der Kleinen zu denken: an die Finanzierung des Studiums, der Ausbildung oder des Austauschjahres. Sofern Sie nicht schon mit der Geburt des Kindes damit begonnen haben, eignet sich der Schulbeginn hervorragend dazu, einen Grundstock für die Schulanfänger aufzubauen und/oder mit dem regelmäßigen Sparen zu beginnen. 

In Zeiten dauerhaft niedriger Zinsen ist der Vermögensaufbau mit Wertpapieren eine gute Möglichkeit, das Geld ertragreich anzulegen. Zum Bespiel in Form von Fondssparplänen: Diese sind flexibel (Sie können die Laufzeit jederzeit ändern und die Sparrate anpassen oder aussetzen) und schon für einen geringen monatlichen Beitrag zu haben. Und keine Angst: Langfristig haben sich Aktien und Aktienfonds, Mischfonds und die preiswerteren ETFs (zum Beispiel ein Indexfonds auf den Dax) bewährt. Bei Kindern gibt es einen extra langen Anlagehorizont (mindestens zehn bis 15 Jahre sollten es schon sein) – so lassen sich Kursschwankungen in Krisenzeiten aushalten.

Für diese Form der Geldanlage brauchen Ihre Kinder ein eigenes Depot, das Sie als Eltern oder Großeltern problemlos eröffnen können. Mit dem Zukauf weiterer Wertpapiere können Sie dieses Depot nach und nach erweitern. Was Sie dabei beachten sollten: Die Schenkung von Kapitalvermögen ist bis zu 400.000 Euro schenkungssteuerfrei. Dieser Betrag kann nach Ablauf von zehn Jahren erneut steuerfrei ausgeschöpft werden. 

Noch ein Hinweis: Das Geld, das Sie für Ihr Kind auf dessen Namen anlegen, gehört auch Ihrem Kind. Sie haben zwar bis zum 18. Lebensjahr Ihres Kindes oder Enkels grundsätzlich die Konto- und Depotvollmacht. Aber ab der Volljährigkeit dürfen die Schüler oder Auszubildenden das Depot selbst verwalten und mit dem Guthaben anstellen, was sie wollen. Sollten Sie vor der Volljährigkeit des Kindes über das Ersparte verfügen wollen, so muss dies zweifelsfrei zum Nutzen des Kontoinhabers – also des Kindes – geschehen. Beispiel: Möchte Ihr (Enkel-)Kind für ein paar Monate oder ein Jahr im Ausland zur Schule gehen, können Sie den Aufenthalt von dem Ersparten bezahlen.

 Zu berücksichtigen ist außerdem, dass Kinder mit hohen Kapitalerträgen unter Umständen eigene Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung zahlen müssen. Falls das Guthaben für die Ausbildung oder das Studium verwendet werden soll, hat das Kind später obendrein keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung (BAföG), sollten auf dem Konto mehr als 7.500 Euro liegen.

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Kontakt

Julia Topar

Bundesverband deutscher Banken e.V.

Director, Themengruppenleiterin Finanzbildung und Veranstaltungen

Tel. +49 30 1663 1290

julia.topar@bdb.de

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