Bremen

Fördermaßnahmen / Kreditprogramme

Betriebsmittelkredit (Corona-Krise)

Das Landesförderinstitut „Bremer Aufbau-Bank (BAB)“ hat vorsorglich für Hilfsmaßnahmen im Kontext der Corona-Virus-Krise 10 Mio. Euro als zusätzliches Budget bereitgestellt. Für Liquidi-tätsbedarfe, die von der jeweiligen Hausbank nicht finanziert werden, können Betroffene direkt bei der BAB Task-Force eine Anfrage für einen Betriebsmittelkredit (Corona-Krise) stellen.

  • Gefördert werden können Natürliche Personen, freiberuflich Tätige und kleine Unternehmen, die wirtschaftlich von der Corona-Krise betroffen sind.
  • Finanziert werden können Betriebsmittel, die als vorübergehende Maßnahme zur Bewältigung der Corona-Krise verwendet werden. Hierzu zählen beispielweise: Personalkosten, Miete, offene Rechnungen für Material und Waren u.ä.
  • Es werden Kredite seitens der BAB vergeben, die wiederum aus unterschiedlichen Mitteln refinanziert werden.
  • Bei Bedarfen bis 50.000 Euro:
    • Laufzeit kann bis zu 6 Jahren betragen, im ersten Jahr zins- und tilgungsfrei.
    • Ab dem zweiten Jahr liegt der Zinssatz derzeit bei 3% p.a. 
    • Jederzeitige Sondertilgung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich.
  • Bei Bedarfen über 50.000 Euro:
    • Laufzeit bei 5 Jahren im ersten Jahr tilgungsfrei oder bei zwei Jahren Laufzeit mit endfälliger Tilgung.
    • Die Verzinsung erfolgt nach dem risikogerechten Zinssystem.
  • Andere Fördermöglichkeiten sind vorrangig zu nutzen

Sofortmaßnahme / Zuschussprogramm 

  • Die Hansestadt Bremen hat ursprünglich ein Sonderprogramm für Soforthilfen an Kleinstunternehmen und Soloselbständige auferlegt, dieses aber zwischenzeitlich eingestellt. Die Unternehmen und wirtschaftlich Tätigen werden durch das Bundesprogramm abgedeckt.
  • Ein neues Sonderprogramm „Corona-Soforthilfe II“ adressiert nun Kleinunternehmen, die nicht über das Bundesprogramm erfasst werden.
  • Antragsberechtigt sind Kleinunternehmen
    • mit mehr als 10 und weniger als 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
    • mit bis zu 10 Mio. Euro Jahresumsatz bzw. Jahresbilanzsumme und Sitz oder Betriebsstätte im Land Bremen.
    • die nicht bereits am 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren.
  • Die Höhe des Zuschusses beträgt je nach Höhe des vom Antragssteller dargelegten Liquiditätsengpasses bis zu 20.000 Euro für einen Zeitraum von max. 3 Monate. 
  • Die Zuschüsse dienen als Liquiditätshilfe bis zur Klärung und Realisierung anderer Ansprüche. Im Falle einer Überkompensation (Entschädigungs-, Versicherungsleistungen, andere Fördermaßnahmen z.B. des Bundes) sind die erhaltene Zuschüsse vom Leistungsempfänger anteilig zurückzuzahlen.

Verfahren:

  • Link zum Antrag
  • Antragsverfahren: Online-basiertes Verfahren
  • Inhaltliche Vorprüfung bzw. Unterstützung durch die „BAB Task Force“ 
  • Prüfung des Antrags, Bewilligung und Auszahlung: Für Unternehmen mit Sitz in Bremen (Stadt) die „Bremer Aufbau-Bank (BAB) GmbH“, für Unternehmen in Bremerhaven die „BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH“ 

Weitere Hinweise: 

Mehr zum Antragsverfahren 

Bürgschaften

  • Erhöhte Bürgschaftsobergrenze 2,5 Mio. Euro
  • Anhebung Bürgschaftsquote auf 80% für alle Fälle 
  • Express-Bürgschaft für Bürgschaftssumme von 250.000 Euro 

Steuerliche Maßnahmen 

Umsetzung der Bundesmaßnahmen zur vereinfachten Stundung bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie Herabsetzung von Vorauszahlungen der Gewerbesteuer.

Ansprechpartner und Links:

Überblick und Details zu Corona-Maßnahmen

Hotline zur Taskforce der Förderbank für Bremen und Bremerhaven (BAB) lautet: 0421 / 9600 333. E-Mail

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