Stellungnahme DK zum BaFin-Merkblatt zu aufsichtlichen Rückvergleichen bei internen Marktrisikomodellen

9. April 2014

Prinzipiell sind die erfolgten Klarstellungen und Präzisierungen sowie Konsolidierung verschiedener Rundschreiben zu begrüßen. Ein „perfektes“ Modell erzeugt zwei bis drei Überschreitungen pro Jahr. Dies sollte bei allen Anforderungen hinsichtlich der aufsichtlichen Rückvergleiche, insbesondere im Zusammenhang mit Analysen bei Überschreitungen, berücksichtigt werden.

Die Berücksichtigung buchhalterischer wie zusätzlicher aufsichtlicher Bewertungsanpassungen in der tatsächlichen Wertänderung geht unseres Erachtens über die Darstellung in Artikel 366 CRR hinaus. Insgesamt erscheint die Vermischung aufsichtlicher Risikomessung und buchhalterischer Bewertungsanpassungen im Rückvergleich ungeeignet für eine Beurteilung der Risikomessung.

Die Berücksichtigung buchhalterischer Bewertungsanpassungen im täglichen Backtesting führt aufgrund von zeitlichen Verzögerungen (nicht notwendig taggleiche Ermittlung) in der buchhalterischen Komponente zu einer zeitlichen Diskrepanz in der Gegenüberstellung von Risiko und Ergebnis. Die Aussagekraft des Rückvergleichs kann deutlich sinken.

Des Weiteren werden buchhalterische Standards nicht notwendig konform zur Risikomessung erstellt. Dies macht die Berücksichtigung buchhalterischer Bewertungsanpassungen im Rückvergleich letztlich ungeeignet für eine Beurteilung der Risikomessung.

Zudem kann die Berücksichtigung „buchhalterischer“ Bewertungsanpassungen in der tatsächlichen Wertänderung, selbst wenn diese nicht in einem täglichen Turnus durchgeführt werden, zu zusätzlichen komplizierteren Prozessen führen, da diese gegebenenfalls nunmehr auf anderer Portfolioebene erfolgen müssen. […]

Im Blickpunkt

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