Stellungnahme DK zur Überarbeitung der EU-Bilanzierungsrichtlinien

1. Dezember 2011

Wir begrüßen die Weiterentwicklung, Konsolidierung und Erneuerung der Bilanzierungsrichtlinien und halten diesen Ansatz grundsätzlich gegenüber einer verbindlichen Einführung des IFRS für KMU für vorzugswürdig. Die Bilanzierungsrichtlinien bilden einen Rahmen, der für viele EU-Mitgliedsstaaten seit Jahrzehnten zu einer gut funktionierenden und sachgerechten Rechnungslegungspraxis geführt hat. Da sich in den vergangenen 30 Jahren die rechtlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten sowohl in der Europäischen Union als auch weltweit fortwährend geändert haben und dies zu kontinuierlichen Anpassungen in den Bilanzierungsrichtlinien geführt hat, scheint eine Konsolidierung der beiden Richtlinien zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll.

Im Rahmen dieser Änderungen unterstützen wir grundsätzlich auch den Ansatz der Europäischen Kommission, für mehr Klarheit und eine bessere Vergleichbarkeit von Abschlüssen zu sorgen, insbesondere bei größeren Unternehmen, die in der Regel in größerem Umfang grenzüberschreitende Geschäfte innerhalb der Europäischen Union tätigen. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass kapitalmarktorientierte Unternehmen in der EU bereits seit 2005 dazu verpflichtet sind, bei der Aufstellung ihrer konsolidierten Abschlüsse die internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS anzuwenden; hier ist eine Vergleichbarkeit der Abschlüsse bereits gegeben. Fraglich ist, ob eine weitgehende Harmonisierung der Rechnungslegung für kleine und mittlere Unternehmen in Europa zum gegenwärtigen Zeitpunkt sinnvoll ist. […]

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