Positionspapier BdB zur Weiterentwicklung der Unternehmensberichterstattung

28. November 2014

Dieses Papier zur Weiterentwicklung der Unternehmensberichterstattung soll genauer darstellen, worin die Probleme in der derzeitigen Unternehmensberichterstattung liegen, die bereits bestehenden Initiativen in einen Gesamtzusammenhang bringen und erste Lösungsideen präsentieren. Diese sollen als Grundlage für weitere Diskussionen zur Verbesserung der Unternehmensberichterstattung dienen.

Aus dem Papier:

Die Reporting-Anforderungen der Kreditwirtschaft unterliegen, auch vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise, einem permanenten Wandel. Aufgrund der steigenden Komplexität wirtschaftlicher Aktivitäten kommt der finanziellen Berichterstattung eine immer größere Bedeutung zu. Dies führt zu einer permanenten Ausweitung der Informationspflichten. So erhöhte sich beispielsweise der Umfang des Konzerngeschäftsberichts der Deutschen Bank AG in den letzten zehn Jahren von 292 Seiten auf aktuell 580 Seiten (+ 99 %), der der Commerzbank AG im gleichen Zeitraum von 222 Seiten auf 377 Seiten (+ 70 %). Doch nicht nur die Kreditwirtschaft, sondern auch alle übrigen (Industrie-)Unternehmen sind von der Ausweitung der Berichterstattung betroffen. Dies liegt daran, dass viele der in jüngster Zeit verabschiedeten beziehungsweise noch zu verabschiedenden Vorschläge nicht nur auf Banken begrenzt sind. Als Beispiele können hier die Lageberichterstattung nach DRS 20, die Überlegungen der EU-Kommission zur Ausweitung der nicht-finanziellen Berichterstattung oder die Entwürfe für eine integrierte Berichterstattung genannt werden. Die Vielzahl unterschiedlicher beziehungsweise teilweise überlappender oder inkonsistenter Berichterstattungspflichten führt zu einer zunehmenden Komplexität. Um wesentliche Fortschritte in der Verbesserung der Unternehmensberichterstattung zu erreichen, ist hier ein koordinierteres Vorgehen aller Beteiligten nötig. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Vielzahl der Anforderungen zu einer Informationsflut führt, die nicht mehr handhabbar ist. Die praktische Herausforderung, beispielsweise für Analysten und Investoren, besteht vor allem darin, aus der Vielzahl der vorhandenen Veröffentlichungen entscheidungsnützliche von nicht-entscheidungsnützlichen Informationen zu trennen.

Im Blickpunkt

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