Facebooks Kryptowährung Libra - Fragen und Antworten

Facebooks Kryptowährung Libra - Fragen und Antworten

4. Juli 2019

Was ist Libra?

Die Veröffentlichung des White Papers zu Libra Mitte Juni hat eine breite Diskussion ausgelöst. Der Bankenverband hat das Papier mit seinen Mitgliedern - Banken wie FinTechs - diskutiert und aus dem Feedback eine Fülle von Fragen mit ersten möglichen Antworten entwickelt.

Keine dieser Einschätzungen ist final – Fragen und Bewertungen werden wir im Zuge der weiteren Entwicklung fortschreiben. Wir wollen damit zu einer breiten Diskussion über das Thema Libra beitragen.

  • Eine neue dezentrale globale Struktur, die digital integrierte Dienstleistungen ermöglicht.
  • Möglicherweise der Ansatz, der digitale Innovationen durch Smart Contracts und Kryptowährungen wirklich voranbringen kann.
  • Libra soll ein globales öffentliches Gut zur Verbesserung der Finanzintegration sein.
  • Die Libra Association besteht derzeit aus 28 Unternehmen, zum Großteil aus den USA.
  • Libra bietet ein umfassendes Netzwerk an „Merchants“, Technologieunternehmen, Telekommunikationsunternehmen, Venture Capital und Non-Profit-Unternehmen.

Die drei Versprechen von Libra hinterfragt:

1.  Basiert Libra auf  einer sicheren, skalierbaren und zuverlässigen Blockchain?

(+)  Die Kryptowährung Libra basiert auf der Libra Blockchain (Open Source) und nutzt die eigens dafür entwickelte Programmiersprache Move.

(+)  Libra ist eine Stable Coin, die an einen Korb von Währungen gebunden ist.

(+)  Zunächst wird die Libra Blockchain in einer vollständig „permissioned“-Form auf den Markt kommen, die zentral von der Libra Association gesteuert wird.

(+/-) Es handelt sich um ein neues „Blockchain“-Modell mit neuer Programmiersprache. Dies birgt sowohl Chancen als auch Risiken.

(-)   Libra Association macht nicht deutlich, warum für Libra eine Blockchain benötigt wird. Digitaler Zahlungsverkehr im Internet benötigt die Technologie bislang nicht.

2. Wie stabil ist die Libra Reserve?

(+)  Die Einzahlungen zu Libra fließen in vollem Umfang in die Libra Reserve und werden in kurzlaufenden staatlichen Wertpapieren stabiler Währungen sowie in Bankeinlagen investiert. Libra ist damit zu 100 % durch stabile Währungen gedeckt. Libra Reserve ähnelt damit einem Currency Board, wie es in Hong Kong praktiziert wird.

(-)   Das Versprechen der Wertstabilität besteht nur auf der Basis des Währungskorbes. Dieser unterliegt allerdings Marktschwankungen. Jeder Nutzer ist darüber hinaus noch dem Wechselkursrisiko zu seiner heimischen Währung ausgesetzt. Es besteht also beständig das Risiko eines „Breaking the Buck“ insbesondere gegenüber Währungen aus Schwellenländern. Es ist ungewiss, inwieweit die Nutzer permanente Schwankungen ihres Zahlungsmittels akzeptieren werden.

(-)   Neben den „normalen“ Marktschwankungen existieren jedoch noch weitere potenzielle Risiken für die Libra Reserve. Dazu zählen

  1. das Ausfallrisiko der Wertpapiere oder
  2. der Ausfall der Verwalter der Reserve.
  3. Außerdem könnten Negativzinsen der staatlichen Wertpapiere die Reserve mindern.
  4. Facebook könnte die Zusammensetzung des Währungskorbes ändern, was zu Wertschwankungen führen würde.
  5. Schließlich könnten Wertschwankungen auch durch technische Probleme und Cyberangriffe ausgelöst werden.
  6. Und nicht zuletzt könnten Kapitalverkehrskontrollen den Wert von Libra beeinflussen.

(-)  Die vollständige Deckung durch stabile Währungen wird sich nur dann aufrechterhalten lassen, wenn die Funktion Libras nicht über den Zahlungsverkehr hinaus- reicht. Würde ein Libra-Universum Kredite vergeben, was als wahrscheinlich anzusehen ist, würde Geld geschöpft werden. Dieses neu geschaffene Kredit-Geld wäre nicht mehr gedeckt. Damit wäre Libra, wie jedes Currency-Board, anfällig für einen Bank-Run.

3. Wie unabhängig ist die Libra Association?

(+)  Die Libra Blockchain soll von der unabhängigen Not-for-Profit-Organisation Libra Association überwacht werden, welche auch zugleich den Währungskorb und die Libra Reserve managen wird.

(+)  Mit der Gründung der Libra Association versucht Facebook die Bedenken von Regulierungsbehörden, Wettbewerbern und Verbrauchern zu zerstreuen, dass sie Libra kontrollieren wird. Facebook soll in der Libra-Association keine Sonderrolle innehaben. Calibra, als Wallet Provider und nicht der Mutterkonzern Facebook ist Mitglied. Calibra ist jedoch zunächst der einzige Walletprovider.

(+)  Facebook hat in der Libra Association, die in Genf angesiedelt sein wird, nur eine Stimme. Der Libra Association gehören zunächst 28 Unternehmen aus der Tech- und Finanzbranche sowie gemeinnützige (zukünftig auch akademische) Organisationen an. 100 sollen es bis zum Start werden.

(-)   Die technische Entwicklung dürfte jedoch von Facebook dominiert werden, wodurch eine stärkere Einflussnahme wahrscheinlich wird.

Hat Libra das Potenzial zu einer „Killer-Applikation“?

(+)  Es gibt eine wachsende Affinität zu digitalen Zahlungssystemen.

(+)  Digitalisierung und AI bieten bisher nicht bekannte Möglichkeiten, um Kundenbedürfnisse zu befriedigen. Finanzdienstleistungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil davon.

(+)  Facebook verfügt bereits über eine große Anzahl von Nutzern seiner sozialen Netzwerke, die leicht von den Vorteilen von Libra zu überzeugen sein werden.

(+)  Libra weckt Hoffnungen auf eine neue Generation von Finanzdienstleistungen auf Basis der Blockchain-Technologie (Smart Contracts, Micro-Payments).

(+)  Libra könnte auch für international tätige Unternehmen interessant sein, da sie mit Hilfe der Digitalwährung ihre Wechselkursrisiken begrenzen können. Dies setzt jedoch die Anerkennung als gesetzliches Zahlungsmittel voraus.

(-)  Die Glaubwürdigkeit von Facebook ist u.a. durch miss-bräuchliche Datennutzung beschädigt.

(-)  Es ist keineswegs gewährleistet, dass die Menschen die digitale Währung eines privaten Unternehmens wie Facebook akzeptieren werden.

(-)  Libra ist nicht kostenlos. Die Libra Association behält die Zinsen, die für die Wertpapiere in der Libra Reserve gezahlt werden ein.

(+/-) Es wird auch nichts konkret darüber gesagt, welche Kosten beim Zahlungsverkehr im Libra-System entstehen. Es bleibt zudem abzuwarten, ob die Geschwindigkeit des Libra-Systems ausreichend ist. Die Blockchain-Technologie des Bitcoin ist beispielsweise eher langsam.

(-)  Es existieren hohe Hürden bei Regulierung und Datensicherheit. Es ist derzeit noch nicht absehbar, ob für Libra eine Lizenz gemäß EMD genügt oder nicht auch eine Lizenz zum Wertpapierhandel oder gar eine Banklizenz erforderlich sein wird. Unklar ist ferner, ob die bestehenden Regulierungen auf eine Kryptowährung wie Libra angewandt werden können.

(-)  Das Vertrauen der Nutzer (basierend auf Unwissenheit und Informationsasymmetrie) in BigTech-Firmen ist in Teilen der Bevölkerung bereits größer als in das bestehende Banken- und Währungssystem. Daher ist ein Erfolg von Libra durchaus vorstellbar.

(-)  Facebook hat gezeigt, dass eine weltweite Vernetzung möglich ist. Dies könnte für Libra möglich sein. Möglich wäre dies allerdings nur aufgrund eines unzureichenden internationalen Rechtsrahmens.

(-)  Wenn wir die Erfahrung aus China heranziehen, dann führt eine Integration der Zahlungsverkehrsfunktion in die Messengerdienste der BigTech-Firmen zu einer raschen und beinahe schon exklusiven Adoption durch Endkunden.

Kann Libra die Finanzintegration verbessern?

(+)  Laut Whitepaper haben 1,7 Mrd. Menschen (nicht nur Facebook-Nutzer) keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen oder haben hohe Kosten für den Zahlungsverkehr zu entrichten. Libra wäre ein einfacher Weg, Menschen in den Zahlungsverkehr einzubinden und die Kosten zu senken.

(+)  McKinsey Global Institute hat in einer Studie errechnet, dass durch die Bereitstellung von Finanzdienstleistungen per Mobiltelefon innerhalb eines Jahrzehnts das BIP der Schwellenländer um 3,7 Billionen US-Dollar steigen könnte.

(-)  Facebook und fast alle anderen zukünftigen Mitglieder der Libra Association, die sich bisher eingekauft haben, sind gewinnorientierte Unternehmen. Gesellschafts- oder sozialpolitische Motive sind daher eher nicht zu erwarten.

(-)  Facebook ist der Ansicht, dass das Problem einfach durch eine private Investition zu lösen ist. In der Regel verbergen sich dahinter jedoch komplexere gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme.

(-)  Das Problem liegt vielfach nicht in mangelnden Zugangsmöglichkeiten, sondern im Glauben der Menschen sie hätten nicht genug Geld für ein Bankkonto (laut Umfragen in USA). Das fehlende Bankkonto ist also vornehmlich ein Armutsproblem. Dies zu ändern erfordert mehr als die Bereitstellung einer digitalen Währung.

(-)  Ein weiterer Grund für fehlende Finanzintegration be- steht darin, dass Personen aus Sicht der Banken ein KYC/AML Problem haben. Facebook könnte aufgrund bereits verfügbarer Daten in der Lage sein, der globale Standardsetzer für das Erstellen digitaler Identitäten zu werden.

(-)  Für die Dienstleistungen  von Facebook sind Smartphones und Internetzugang erforderlich. In den meisten Schwellenländern dürften diese Voraussetzungen nur unzureichend erfüllt sein. In Afrika haben nur 37 % der Menschen einen Internetzugang und nur 15 % einen Facebook-Account (M-Pesa, das mobile Bezahlsystem von Vodafone in Afrika arbeitet mit dem Mobilfunknetz).

(-)  Facebook erklärt bislang nicht, auf welchem Weg Menschen ohne Bankzugang Libra erwerben können und schweigt auch über die Kosten, die beim Transfer von Bargeld in Libra und umgekehrt entstehen werden.

Welche Auswirkungen hat Libra auf die Finanzstabilität?

(+/-) Bei einem ausreichenden Erfolg von Libra wird die Libra Reserve rasch ein dreistelliges Milliarden-Volumen erreichen. Damit dürfte eine Relevanz für die internationale Finanzstabilität außer Frage stehen.

(+)  Libra wird weltweit die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden auf die Notwendigkeit der Regulierung von Kryptowährungen richten. Dies wird diesen Währungen langfristig zu Gute kommen.

(-)  Libra investiert die zufließenden Mittel in kurzlaufende staatliche Wertpapieren stabiler Währungen. Diese Wertpapierklasse besitzt auch eine hohe Bedeutung für die Geldpolitik und für das Liquiditätsmanagement der Banken. Je mehr Menschen Libra nutzen werden, umso schneller wächst die Knappheit dieser Wertpapiere, was zu zusätzlichem Druck auf die Zinsen führen wird.

(-)  Libra setzt offenbar darauf, dass durch den Einsatz der Währung in Schwellenländern eine Verdrängung der nationalen Währung stattfinden wird. Eine derartige Schwächung hätte jedoch eine weitere Abwertung und höhere Volatilität der nationalen Währung zur Folge. Libra würde dadurch keineswegs zur Verbesserung der Lebensverhältnisse beitragen, sondern sie im Gegenteil eher erschweren und könnte Krisen verschärfen.

(+/-) Der Finanzsektor ist ein Bereich „kritischer Infrastruktur“. Es muss daher sichergestellt werden, dass große Innovationen in ihren möglichen Auswirkungen auf das globale Finanzsystem verstanden werden.

(-)  Libra versucht, Regulierung zu umgehen (nur Wallet- Anbieter und Börsen unterliegen laut White Paper der Regulierung). Regulatoren werden dies kaum akzeptieren.

(-)  Es ist vollkommen offen, wie nationale oder supranationale Regulatoren ihre Regeln gegenüber Libra durchsetzen können. Anbieter in Bereichen, in denen Libra aktiv wird, unterliegen verschiedenen Anforderungen (KYC, AML, CTF, Datenschutz, PSD 2, makroprudentielle Regulierung, etc.).

(+/-) Die nationalen und internationalen Aufsichtsbehörden müssen Libra genauestens prüfen, damit sichergestellt ist, dass diese Währung auch den hohen internationalen Regulierungsstandards genügt.

(-)  Wenn es einen Run auf Libra gibt, gibt es niemanden der ihn stoppen wird. Gleichzeitig dürfte die Libra Reserve rasch in eine Größenordnung vordringen, die sie too-big-to-fail werden lässt. Die systemische Relevanz ist offensichtlich.

Welche Auswirkungen hat Libra auf den Wettbewerb?

(+)  Neue Marktteilnehmer verstärken den Wettbewerb und fordern die bisherigen Marktteilnehmer heraus. Dies führt zu besseren und preiswerteren Finanzdienstleistungen.

(-)  Dies gilt aber nicht notwendigerweise, wenn der neue Marktteilnehmer ein „BigTech“ ist. Es besteht das Risiko, dass Facebook seine Marktmacht aus dem Bereich der sozialen Netzwerke auf den Finanzsektor übertragen kann.

(-)  Mit Libra schafft Facebook die Möglichkeit, Daten aus den sozialen Netzwerken mit Zahlungsverkehrsdaten zu verbinden. Die Möglichkeiten individuelles Verhalten zu kontrollieren und zu steuern, dürften dadurch erheblich zunehmen.

Welchen Einfluss hat Libra auf Geldpolitik und  Kapitalverkehr?

(-)  Libra erhebt den Anspruch, eine globale Währung zu schaffen. Vergegenwärtigt man sich jedoch die Probleme, die bei der Einführung einer einheitlichen Währung schon in den vergleichsweise homogenen Ländern des Euroraums entstanden sind, dann dürfte dieses Ziel Utopie bleiben.

(-)  Falls Libra dennoch im Währungswettbewerb erfolgreich sein sollte, dann würde eine private Vereinigung das Geldangebot in einem Land oder gar global kontrollieren.

(-)  Libra ist eine private globale Währungsunion. Libra kann die Souveränität der einzelnen nationalen bzw. der Euro-Geldpolitik untergraben. Allerdings ist dies erst der Fall, wenn ein großer Anteil der inländischen Zahlungen und Einlagen zu Libra abwandern würde und wenn Kredite auch in Libra aufgenommen werden können und ein breit gefächertes Finanz-Ökosystem auf Libra-Basis entsteht.

(-)  Zudem verlieren die Zentralbanken an Münzgewinn, wenn Libra die bisherigen Währungen teilweise verdrängt.

(+/-) Wenn Libra stabiler ist als die nationalen Währungen – dies mag für Schwellenländer von Bedeutung sein – dann wird Libra nicht nur als Zahlungsmittel, sondern auch zur Wertaufbewahrung genutzt werden. Libra wird damit zu einem Element der Kapitalflucht. Es wird abzuwarten bleiben, in welcher Form Regierungen, die in solchen Fällen Kapitalverkehrskontrollen einführen, sich gegen Libra wehren werden. Denn dazu müsste den staatlichen Behörden Zugang zu den personalisierten Nutzerdaten gewährt werden. Eine Sanktionierung könnte eine Einschränkung der Meinungsfreiheit bedeuten (Verbot von Facebook, Messenger, WhatsApp, Instagram).

(-)  Im Konkurrenzkampf mit den Weltwährungen US-Dollar, Euro oder Yen wird Libra nur erfolgreich sein, wenn nationale Jurisdiktionen diese digitale Währung als gesetzliches Zahlungsmittel anerkennen. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass eine Akzeptanz bei den Nutzern entsteht, die zu einer Disruption des bestehenden Systems führen.

Kann Libra den Schutz privater Daten sicherstellen?

(+)  Um die Nutzer vor datenbasierten Interessenkonflikten zu schützen, hat Facebook eine Tochtergesellschaft namens Calibra gegründet, über die alle Libra bezogenen Finanzdienstleistungen angeboten werden.

(+)  Libra versichert, dass die Privatsphäre der Kunden respektiert wird und im Gegensatz zu Facebook-Profilen wird die Anzahl der Wallet-Adressen, über die Benutzer verfügen können, unbegrenzt sein.

(-)  Gleichzeitig werden die Transaktionsketten auf pseudonymen – nicht anonymen – Daten basieren und vollständig veröffentlicht.

(-)  Die historische Erfahrungen mit Facebook (Cambridge Analytics und Verknüpfung Facebook/WhatsApp) hinsichtlich des Datenschutzes sind nicht durchgehend positiv.

Was bedeutet Libra für die Banken?

(+)  Libra wird ein Teil der Libra Reserve in Bankeinlagen investieren. Banken erhalten dadurch einen zusätzlichen Mittelzufluss.

(-)  Es entsteht eine zusätzliche Konkurrenz im Zahlungsverkehr und erhöhter Druck zur Kooperation zwischen Banken, ein europäisches Instant Payment System inkl. mobilem und Online-Zugriff flächendeckend einzuführen. Libra stellt damit die Frage nach zukünftiger Technologie der Zahlungsverkehrsinfrastruktur.

(-)  Sowohl Kunden als auch Informationen über Kunden gehen verloren, wenn diese ihre Einlagen von ihrer Bankabziehen und auf ihr Libra-Wallet einzahlen.

(-)  Banken verfügen über Expertise in der Gestaltung von Finanzdienstleistungen. Die Tatsache, dass es eine neue Art von Vermögenswerten gibt, bedeutet nicht, dass Banken ihre Bedeutung verlieren. Jede Nutzung von Libra durch die Banken würde jedoch die Position von Libra stärken.

(-)  Wenn Libra über den reinen Zahlungsverkehr hinaus Verwendung findet, etwa wenn durch Smart-Contracts auch Kredite vergeben werden, könnte mittelfristig das Bankgeschäft in seiner bisherigen Form sehr stark beeinträchtigt werden.

(-)  Wenn Libra der Zugang zur Notenbank durch ein Notenbankkonto ermöglicht würde (Overnight Depositen), könnte Libra den Bankensektor vollständig umgehen. Der komparative Vorteil der Banken würde ausgelöscht.

(-)  Eine erfolgreiche Umsetzung von Libra würde den Konsolidierungsdruck im Bankensektor deutlich erhöhen und beschleunigen.

(-)  Ohne eine alternative Digitalwährung, die von Banken und Staaten getragen wird, ist die Erfolgswahrscheinlichkeit Libras groß.

Die formulierten Fragen und gegebenen Antworten basieren auf unserem gegenwärtigen Wissenstand und können im Fortschreiten des Libra-Projektes Änderungen unterliegen.

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