Analyse Finanzstabilität und systemische Risiken

März 2019

Allgemeine Lage

An den internationalen Finanzmärkten war die Stimmung im Dezember wegen der Bedenken über eine Abschwächung der Weltwirtschaft getrübt. Die abnehmende Risikobereitschaft verstärkte sich in der zweiten Dezemberhälfte. Die Volatilität an den Märkten nahm zu und die Talfahrt an den Aktienmärkte beschleunigte sich. Gleichzeitig weiteten sich die Renditenaufschläge aus und die Renditen von Staatsanleihen gingen weiter zurück. mehr

Risiken für Finanzstabilität in der EU weiter moderat

In der EU hatten die Risiken für die Finanzstabilität im Gleichlauf mit der globalen Entwicklung vor dem Jahresende zugenommen. Die marktbasierten Indikatoren für systemischen Stress in der EU waren in der zweiten Hälfte des Dezember merklich angestiegen. Dies gilt auch für den Indikator für die Wahrscheinlichkeit eines gleichzeitigen Ausfalls großer und komplexer Bankengruppen. Ursache waren vor allem Spannungen in einigen Marktsegmenten sowie die politischen Unsicherheiten auf internationaler und europäischer Ebene. Im Januar folgte die Entwicklung an den Finanzmärkten in der EU der global zu beobachtenden Entspannung.  mehr

Risiken für Finanzstabilität in Deutschland gestiegen

Die Bundesbank erkennt bereits seit geraumer Zeit steigende Risiken im deutschen Finanzsystem. Vor dem Hintergrund einer langen Phase gesamtwirtschaftlichen Wachstums und niedriger Zinsen interpretiert sie die Dynamik des Wachstums der Kredite an den Unternehmenssektor und die Dynamik der Kredit/BIP-Lücke als Zeichen eines zyklischen Risikoaufbaus. mehr

Banken weiter ertragsschwach, aber stabiler

Die wirtschaftliche Lage der Banken in der EU bleibt weiter schwierig. Ihre Bewertung an den internationalen Aktienmärkten fiel erneut schlechter aus als der Durchschnitt des Aktienmarktes. Die deutschen Spitzeninstitute liegen weiterhin am unteren Ende der Skala. mehr

Immobilienpreise steigen weiter an

Die Preise für Wohnimmobilien steigen in den meisten Ländern weiterhin deutlich an. Nach Berechnungen der EZB verlangsamten sich die Wachstumsraten der Wohnimmobilienpreise im dritten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahr in einigen Ländern etwas. In den meisten EU-Ländern lag der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr  aber weiter deutlich über 5%, nachdem die Preise in den letzten drei Jahren ebenfalls deutlich gestiegen waren. Dies gilt auch für Deutschland mit einem Preisanstieg von 5,4 % im dritten Quartal. mehr