Indikatoren für Systemisches Risiko

Juli 2019

Allgemeine Lage

Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Abschwung oder durchläuft doch zumindest eine Phase deutlicher Abschwächung. Zudem ist sie in sich gespalten. Einem nach wie vor expandierenden Dienstleistungssektor steht ein Industriesektor entgegen, den nicht wenige Beobachter bereits in einer Rezession wähnen. Zugegebenermaßen ist die Kapazitätsauslastung noch hoch, jedoch verläuft ihre Dynamik in Richtung Rezession, sie sinkt seit sechs Quartalen kontinuierlich. mehr

Risiken für Finanzstabilität in der EU nicht Besorgnis erregend

Die Risiken für die Finanzstabilität der EU sind nach wie vor nicht besorgniserregend, wie die marktbasierten Indikatoren für systemischen Stress in der EU im vergangenen Quartal zeigen. Die Indikatoren für systemischen Stress (CISS) spiegeln geopolitische und politische Unsicherheiten auf internationaler und europäischer Ebene sowie die sich abschwächenden Konjunkturaussichten wider. mehr

Risiken für Finanzstabilität in Deutschland überbewertet

Die Bundesbank erkennt bereits seit geraumer Zeit steigende Risiken im deutschen Finanzsystem. Vor dem Hintergrund einer langen Phase gesamtwirtschaftlichen Wachstums und niedriger Zinsen interpretiert sie die Dynamik des Wachstums der Kredite an den Unternehmenssektor und die Dynamik der Kredit/BIP-Lücke als Zeichen eines zyklischen Risikoaufbaus. Der Forderung der Bundesbank den antizyklischen Kapitalpuffer (CCyB) zu aktivieren, ist der Ausschuss für Finanzstabilität (AFS) am 27. Mai nachgekommen. mehr

Banken weiter ertragsschwach

Die wirtschaftliche Lage der Banken in der EU bleibt weiter schwierig. Ihre Bewertung an den internationalen Aktienmärkten ist nach wie vor schlechter als der Durchschnitt des Aktienmarktes. Die deutschen Spitzeninstitute liegen weiterhin an am unteren Ende der Skala. mehr

Immobilienpreise weiter im Aufwärtstrend

Die Preise für Wohnimmobilien sind in den meisten EU-Mitgliedstaaten weiter deutlich gestiegen. Nach Berechnungen der EZB lag das Wachstum der Wohnimmobilienpreise in den meisten EU-Mitgliedstaaten die im vierten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahr weiterhin über 5%, nachdem auch die Preise in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen waren. In Anbetracht dieser Dynamik scheinen die Preise für Wohnimmobilien in mehreren EU-Mitgliedstaaten auf der Grundlage verschiedener Bewertungsmethoden überbewertet zu sein. mehr