Finanzierung der Energiewende

15. Oktober 2011

Der grundlegende Umbau des Energiesektors in Deutschland wird einen erheblichen Investitionsbedarf auslösen. Verschiedene Studien rechnen bis zum Jahre 2020 mit einem Volumen von rund 200 Milliarden Euro. Der private Sektor einschließlich der Kreditwirtschaft wird neben wichtigem Finanzierungs-Know-how einen großen Teil zur Finanzierung beitragen. In einem ersten ausführlichen Positionspapier (Oktober 2011) hat der Bankenverband die Herausforderungen und möglichen Lösungsansätze für die Finanzierung der Energiewende identifiziert.

 

Aus dem Positionspapier:

Damit das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 einen Anteil von mindestens 35 % erneuerbare Energien an der Stromerzeugung bei gleichzeitiger Senkung der CO2-Emissionen um 40 % zu generieren, auch erreicht werden kann, bedarf es nicht nur entsprechender Technologien, sondern auch ausreichender finanzieller Mittel. Die Leitstudie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom Dezember 2010 geht – und dies noch vor der Energiewende – von einem Investitionsbedarf von 202 Mrd. € von 2010 bis 2020 aus. Allein der Um- und Ausbau der Übertragungsnetze wird bis 2020 Kosten von insgesamt mindestens 9,7 Mrd. € erzeugen, wie die Deutsche-Energie-Agentur in ihrer Netzstudie II vorrechnet. Je nach Übertragungstechnologie können sich diese Kosten verfünffachen.

Die Kreditwirtschaft steht bereit, ihren Beitrag zur Finanzierung der Energiewende zu leisten. Schon heute sind Banken sowohl bei klein- wie bei großvolumigen Investitionen im Energiebereich sehr aktiv, beispielsweise über Projektfinanzierungen1 für erneuerbare Energien, beim Durchleiten von Förderprogrammen oder als Handelspartner für CO2-Zertifikate. […]

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