Hermesdeckung muss internationaler werden - für eine wettbewerbsfähige deutsche Exportwirtschaft

20. August 2015

Gemeinsam mit BDI, VDMA und BGA dringt der Bankenverband auf eine Weiterentwicklung der Exportkreditgarantien des Bundes (die sogenannten Hermesdeckungen). Die vier Verbände haben zusammen Vorschläge erarbeitet, die Hermesdeckung den sich verändernden internationalen Rahmenbedingungen anzupassen. Außerdem mahnen wir eine bessere Berücksichtigung der Belange der Exportwirtschaft bei der Finanzmarktregulierung an. Nur wenn Hermesdeckungen sinnvoll mit den Anforderungen der exportierenden Industrie, des Handels sowie der Bankenfinanzierung abgestimmt sind, wird die Exportförderung auch in Zukunft funktionieren. 

Die fortschreitende Internationalisierung in den Wertschöpfungsketten, die weltweiten Änderungen in den nationalen förderpolitischen Ansätzen sowie die Umbrüche im finanzmarktpolitischen Rahmenwerk werfen die Frage auf, ob die staatlichen Förderinstrumente dem veränderten Umfeld noch gerecht werden. Die Möglichkeit, attraktive Finanzierungen anzubieten, ist immer mehr zu einem Erfolgsfaktor geworden, gerade auch mit dem zunehmenden Wettbewerb aus Nicht-OECD-Staaten. In vielen Ländern ist die staatliche Exportkreditversicherung beispielsweise im Hinblick auf internationale Wertschöpfungsketten deutlich flexibler. Dies betrifft die Flexibilität bei ausländischen Zulieferanteilen genauso wie die Einbeziehung der örtlichen Kosten. Zusätzlich sind eine größere Sensibilität hinsichtlich der Auswirkungen der Bankenregulierung auf die Exportwirtschaft und folglich eine bedarfsgerechte Finanzmarktregulierung gefragt.

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