3. Juli 2013

Akzeptanz des Euro bei Deutschen steigt wieder

Mehr als die Hälfte finden Finanzhilfen für Euro-Krisenstaaten richtig

"Die Verunsicherung lässt nach. Aktuell sehen die Deutschen den Euro wieder deutlich positiver: Mehr als die Hälfte (54 %) meint, dass sich der Euro bewährt hat und glaubt auch an den langfristigen Erfolg der gemeinsamen Währung", stellt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des 
Bankenverbandes, bei der Vorstellung der aktuellen Umfrage zum Wirtschaftsstandort Deutschland fest. "Und die Deutschen sind solidarisch mit den Euro-Schuldenländern: 54 % der Befragten fanden es richtig, die Euro-Krisenstaaten mit Finanzhilfen und Garantien vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren."

 

 

Kemmer sieht hierin eine Bestätigung der bisherigen Euro-Rettungspolitik, mahnt aber weiter erforderliche Maßnahmen an: "Damit das Vertrauen in den Euro vollständig zurückkehrt", warnt Kemmer, "reichen Rettungsprogramme allein nicht aus." Alle Euro-Länder müssten ihre Staatsfinanzen nachhaltig in Ordnung bringen. Neben einer strikten Haushaltsdisziplin seien die gemeinsamen Stabilitätsregeln konsequent anzuwenden und ihre Einhaltung wirksamer zu kontrollieren. Kemmer: "Eine engere finanzpolitische Koordination der Euro-Staaten ist zwar erforderlich, darf aber nicht zu einer Transferunion führen, in der nationale Schulden de facto 'vergemeinschaftet' werden."

Eine überraschend positive Entwicklung zeigen die Umfrageergebnisse zur Sozialen Marktwirtschaft. Danach ist die Zustimmung der Deutschen zum Wirtschaftssystem deutlich gestiegen: 2010 hatte noch weniger als die Hälfte der Befragten eine gute Meinung zur Sozialen Marktwirtschaft; zuletzt ist dieser Wert aber auf 67 % geklettert. Kemmer: "Diese erfreuliche Entwicklung geht mit einer ebenfalls positiveren Einschätzung der allgemeinen wie auch der persönlichen Wirtschaftslage einher. Das optimistische Stimmungsbild stellt eine gute Grundlage dar, um die vor uns liegenden Aufgaben anzugehen."


Pressekontakt:

Tanja Beller

Pressesprecherin
Bundesverband deutscher Banken

Telefon: +49 30 1663-1220
Telefax: +49 30 1663-1272

bankenverband.de/presse
 

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