28. Januar 2015

Banken diskutieren über ihr gesellschaftliches Engagement

Welche gesellschaftliche und soziale Verantwortung haben die Banken? Kommen sie dieser Verantwortung glaubwürdig nach? Oder ist ihr soziales und kulturelles Engagement reine Imagepflege? Über diese Fragen wird heute auf Einladung des Bankenverbandes im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gespräch in der Burgstraße“ diskutiert. Diskussionsteilnehmer sind der wirtschaftspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, Dieter Janecek, die Wissenschaftlerin Prof. Dr. Nicole Fabisch von der EBC Hochschule Hamburg sowie Martin Zielke, Privatkunden-Vorstand der Commerzbank.

Eine aktuelle, repräsentative Umfrage im Auftrag des Bankenverbandes offenbart, dass  viele Bürger keine genaue Vorstellung vom gesellschaftlichen Engagement der Banken haben: 51 Prozent glauben, nur sehr wenige Institute würden sich engagieren. 19 Prozent nehmen gar an, es würde so gut wie keine Bank tun.

Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, bedauert das Umfrageergebnis. Er sagt: „Banken haben eine gesellschaftliche Verantwortung. Sie sehen es als ihre Aufgabe an, ihr soziales und gesellschaftliches Umfeld positiv mitzugestalten. Und sie kommen dieser Verantwortung auch nach.“ Die übergroße Mehrheit der Banken engagiere sich auf vielfältige Weise im Rahmen von CSR-Projekten entweder direkt oder über die von ihnen gegründeten Stiftungen. Sie ermöglichten Förderunterricht für benachteiligte Schüler, unterstützten bedürftige Kinder, engagierten sich für schwerstkranke Patienten, förderten die Stadtnatur oder vergäben Stipendien an hoffnungsvolle Nachwuchskünstler. Kemmer weiter: „Kleine, mittlere und international aufgestellte Institute prägen an ihren Standorten, in ihrer Region oder überregional das gesellschaftliche Umfeld aktiv mit. Die meisten Institute blicken über den Tellerrand des eigenen Finanzgeschäfts hinaus und viele haben eine mehrere Jahrzehnte, oft sogar noch länger währende Tradition des kulturellen und sozialen Engagements.“ Dafür, dass viele Menschen heute aber Zweifel hätten, ob die Banken ihrer gesellschaftlichen Verantwortung tatsächlich gerecht würden, so Kemmer, spielten auch Fehler und Versäumnisse während der Finanzkrise eine Rolle. Solche Zweifel könnten nur dadurch entkräftet werden, dass die Banken die richtigen Konsequenzen aus der Krise zögen und nachvollziehbar aufzeigten, welche Leistungen sie erbringen: als Unternehmen für den Wohlstand, als Finanzdienstleister für ihre Kunden und als Corporate Citizen für die Gesellschaft insgesamt.

Pressekontakt:

Julia Topar
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 1663-1240
julia.topar@bdb.de

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