4. Dezember 2013

Bankenpräsident Fitschen für sinnvolle Regulierung

„Geschäft ist nicht alles, wir müssen auch die Belange der Gesellschaft im Blick behalten“, erklärt Jürgen Fitschen, Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken und Co-Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Bank AG.

Auch fünf Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise müssten Banken weiter um Vertrauen werben, erklärt Fitschen. Dazu gehöre aber auch, jene Kritik zurückzuweisen, die lediglich auf Vorurteilen basiert und mit Fakten nichts zu tun habe. Dies verdeutlicht er am Beispiel Regulierung. „Wenn immer wieder gesagt wird, dass es bei der Regulierung kaum Fortschritte gibt, übersieht man die weitreichenden Veränderungen der letzten Jahre“, betont der Bankenpräsident. Es sei deshalb wenig verwunderlich, dass laut einer aktuellen Allensbach-Umfrage im Auftrag des Bankenverbandes fast drei Viertel der Deutschen glauben, die Finanzbranche sei kaum oder gar nicht reguliert. „Die Regulierungswelle muss unseren Kunden und den Bürgern besser vermittelt werden“, sagt Fitschen.

Tatsächlich seien zahlreiche regulatorische Maßnahmen wie höhere Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen, strengere Vergütungsregeln, ein einheitlicher Abwicklungsmechanismus und die Bankenunion auf den Weg gebracht oder schon umgesetzt worden. Fitschen bekräftigt, dass Banken viele dieser Maßnahmen als notwendig erachten. „Sinnvolle Regulierung erhöht die Sicherheit der Finanzmärkte und ist unverzichtbar.“ Allerdings sollten dabei auch ungewollte Effekte im Blick behalten werden. Die Banken müssten auch weiterhin ihre Aufgaben für die Wirtschaft erfüllen können, so Fitschen.

Fitschen diskutiert in der Reihe REFLEXIONEN des Bankenverbandes zum Thema „Unbehagen am Kapitalismus, Banken in der Kritik – was muss sich (noch) ändern?“ u.a. mit Allensbach-Geschäftsführerin Prof. Renate Köcher, MdEP Sven Giegold und IW-Direktor Prof. Michael Hüther. Zu den weiteren Teilnehmern zählen BDI-Chef Ulrich Grillo, Wirtschaftsökonom Prof. Clemens Fuest und der bayerische Landesbischof Prof. Heinrich Bedford-Strohm.


Pressekontakt:
Julia Topar
Pressesprecherin
Bundesverband deutscher Banken
Telefon: +49 30 1663-1240
Telefax: +49 30 1663-1272

bankenverband.de/presse

Drucken/PDF

Diese Webseite nutzt Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.