4. September 2013

Bankenverband begrüßt Vorschläge der EU-Kommission zur Regulierung von Schattenbanken

„Die heute präsentierten Vorschläge der EU-Kommission zur Regulierung des Schattenbankensektors sind ein wichtiger Baustein für mehr Stabilität im Finanzsektor“, erklärte Jürgen Fitschen, Präsident des Bankenverbandes und Co-Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank. Gemeinsam mit den bereits vorgestellten Empfehlungen des Financial Stability Board (FSB) gebe es nun endlich klare Vorgaben für die noch verbleibenden Arbeiten.

Dabei sei schon Vieles geschehen, erläuterte Fitschen. In der EU seien etwa mit der CRD IV oder der Derivateverordnung Vorschriften geschaffen worden, die gerade auch die Ansteckungsrisiken zwischen Schattenbankeninstitutionen und Banken minimierten. Die Empfehlungen zeigten aber deutlich, dass eine effektive Regulierung der Aktivitäten im Schattenbankensektor ohne mehr Transparenz und eine ausreichende statistische Datenbasis ins Leere liefen. In wichtigen Bereichen, wie etwa bei Wertpapierpensionsgeschäften oder Wertpapierleihen, müsse daher rasch Abhilfe geschaffen werden.

Der Schattenbankensektor sei ein wichtiger Bestandteil der internationalen Finanzmärkte. Er steigere die Effizienz des Finanzsystems und erhöhe so den gesamtwirtschaftlichen Nutzen. Das Ziel der Regulierung sollte daher nicht darin bestehen, Geschäfte zu unterbinden, sondern durch Regulierung einen Ordnungsrahmen zu schaffen, der ein risikobewusstes Verhalten sicherstelle. „Mit den Vorschlägen von FSB und EU-Kommission kann dies gelingen“, so Fitschen.

Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Regulierungsempfehlungen global, vor allem in der EU und in den USA, vergleichbar umgesetzt werden. Es werde die Aufgabe des FSB sein, dies in den kommenden Jahren sicherzustellen.


Pressekontakt:
Thomas Schlüter
Pressesprecher
Bundesverband deutscher Banken
Telefon: +49 30 1663-1230
Telefax: +49 30 1663-1272

bankenverband.de/presse

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