16. November 2015

Bankenverband begrüßt G20-Beschlüsse zur Finanzmarktregulierung - Kapitalpuffer für Großbanken schützen Steuerzahler

„Die in Antalya getroffenen Beschlüsse für zusätzliche Kapitalpuffer der weltweit 30 größten Banken (TLAC -Total Loss-Absorbing Capacity) sind ein zentraler Baustein, um das Problem des too big to fail zu lösen“, kommentiert Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, die Ergebnisse des G20-Gipfels zur Finanzmarktregulierung. „Große Banken müssen damit zukünftig so finanziert sein, dass sie ohne Einspringen des Staates und damit des Steuerzahlers abgewickelt werden können. Dies ist das erklärte Ziel von Politik und Banken“, so Kemmer.

Die neuen Kapitalanforderungen sehen vor, ab 2019 einen Verlustpuffer von mindestens 16 Prozent der jeweiligen Bilanzrisiken vorzuweisen. Dieser Puffer soll drei Jahre später auf mindestens 18 Prozent anwachsen. „Die Verabschiedung der TLAC-Regeln ist sachgerecht und ambitioniert“, erklärt Kemmer. Insgesamt würden die neuen Regeln voraussichtlich einen höheren dreistelligen Milliardenbetrag an verlusttragendem Kapital für die globalen Banken erfordern. Nach der Verabschiedung des TLAC-Standards wird es jetzt darauf ankommen, die neuen Regeln konsistent in der Europäischen Union umzusetzen.

Pressekontakt:
Thomas Schlüter
Pressesprecher
Telefon: +49 30 1663-1230
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