27. November 2013

Bankenverband: Neue Bundesregierung muss Wachstum, Innovation und Beschäftigung stärken

"Es ist gut, dass der Koalitionsvertrag jetzt steht, denn Deutschland braucht schnell eine handlungsfähige Regierung", begrüßt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes den Abschluss der Koalitionsverhandlungen. Der Koalitionsvertrag bilde nun die Arbeitsgrundlage für die nächsten Jahre. Unter dem Gesichtspunkt der Generationengerechtigkeit sei es dabei nicht leicht, die neuen Sozialleistungen zu verantworten. Im Gegenzug müsse die neue Bundesregierung nun alles tun, um Wachstum, Innovation und Beschäftigung in Deutschland zu sichern.

Dabei werde auch die Stabilisierung der Finanzmärkte und die Leistungsfähigkeit des Bankensystems eine große Rolle spielen. "Eine starke Wirtschaft braucht starke Banken an ihrer Seite. Dies gilt vor allem für die deutsche Exportwirtschaft. Um ihrer Rolle gerecht zu werden, benötigen Banken von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen. Die umfangreiche Regulierung der letzten Jahre darf kleine und mittlere Banken nicht durch zu viel Bürokratie aus dem Markt drängen", warnte Kemmer. Die Regulierung müsse daher auf derartige unbeabsichtigte Wirkungen hin überprüft werden.

Der Koalitionsvertrag erlaube es der neuen Bundesregierung, auch zukünftig eine starke und konstruktive deutsche Rolle in Europa zu spielen. "Die Positionierung zur Bankenunion mit einer abgestuften, sinnvollen Haftungskaskade kann dazu beitragen, das Vertrauen in das europäische Bankensystem zu stärken", so Kemmer. Dieses Vertrauen setze aber voraus, dass in den Mitgliedsstaaten die Haushaltskonsolidierung und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit auf der Agenda bleiben. Auf diesem Weg werden die privaten Banken auch mit der neuen Bundesregierung vertrauensvoll zusammenarbeiten.


Pressekontakt:
Thomas Schlüter
Pressesprecher
Bundesverband deutscher Banken
Telefon: +49 30 1663-1230
Telefax: +49 30 1663-1272

bankenverband.de/presse

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