18. März 2013

Bankenverband und DIHK: Universalbanken wichtig für den Mittelstand

Anlässlich des heute gemeinsam vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Bankenverband veranstalteten Diskussionsforums „Gespräch in der Burgstraße: Die Folgen der Finanzmarktregulierung für die Unternehmensfinanzierung“ erklärt DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann: "Das Universalbankensystem bietet Unternehmen Bankgeschäfte aus einer Hand - dies muss auch zukünftig möglich sein. Der Mittelstand braucht kostengünstige Möglichkeiten, sich gegen Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisschwankungen abzusichern. Mit einem Trennbankensystem werden Finanzmärkte nicht stabiler, die Absicherungskosten drohen jedoch zu steigen. Gerade  unseren international stark aufgestellten Mittelstand würde das hart treffen."

Andreas Schmitz, Präsident des Bankenverbandes, bekräftigt:
"Stabile Finanzmärkte sind wichtig für die Wirtschaft. Zwar hat der Gesetzgeber als Lehre aus der Krise zahlreiche sinnvolle Regulierungsmaßnahmen in Angriff genommen. Die nun in Deutschland geplante Aufspaltung der bewährten Universalbanken ergibt aber keinen Sinn, denn dadurch werden die Finanzmärkte weder stabiler noch sicherer. Ganz im Gegenteil: Eingriffe in die Geschäftsmodelle der Banken erhöhen nicht die Stabilität des Finanzmarkts, beschränken aber die Funktionsfähigkeit der deutschen Kreditwirtschaft. Während der Nutzen eines solchen Vorhabens unklar ist, wären die hierdurch ausgelösten Belastungen unmittelbar erkennbar – ein Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit für die Unternehmen in Deutschland und in der Folge eine Gefährdung von Arbeitsplätzen."


Pressekontakt:
Julia Topar
Pressesprecherin
Bundesverband deutscher Banken
Telefon: +49 30 1663-1240
Telefax: +49 30 1663-1272
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