26. Januar 2015

Bankenverband zum Ausgang der Wahlen in Griechenland

Statement Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes:

„Griechenland braucht möglichst rasch eine neue, handlungsfähige Regierung. Alle Beteiligten sollten deshalb schnell den ‚Wahlkampfmodus‘ verlassen. Die neue Regierung sollte mit einem realistischen Blick auf die eigentlichen Ursachen der wirtschaftlichen Probleme vorgehen und auch die ersten, sichtbaren Erfolge der Strukturreformen nicht übergehen.

Selbst wenn im Wahlkampf vermeintlich einfache ‚Lösungen‘ propagiert wurden, es führt kein Weg daran vorbei: Überwinden lässt sich die Krise nur mit umfassenden Strukturreformen. Griechenland braucht international wettbewerbsfähige Rahmen­bedingungen für Unternehmen und private Investitionen, eine funktionsfähigere Finanzverwaltung und einen effizienteren Staatsapparat. Das liegt im ureigenen Interesse des Landes.

Es ist daher eine Illusion anzunehmen, ein neuerlicher Schuldenschnitt sei der Königsweg. Im Gegenteil: Ohne eine konsequente Reformpolitik steht Griechenland nach einer kurzen Verschnaufpause in wenigen Jahren wieder vor der gleichen schwierigen Lage.“

 

Pressekontakt:

Dr. Kerstin Altendorf
Pressesprecherin
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