27. Juli 2017

Euro-Goldmünzen vor allem für Sammler interessant

Internationale Goldmünzen, wie Krügerrand oder auch Maple Leaf, sind seit vielen Jahren nicht nur Sammlern ein Begriff. Seit 2002 gibt es aber auch deutsche Euro-Goldmünzen. Diese werden regelmäßig als 100-Euro-, 20-Euro- und seit diesem Jahr auch als 50-Euro-Goldmünzen von der Bundesregierung herausgegeben und gelten als gesetzliches Zahlungsmittel. Wirklich in Umlauf kommen sie aber nicht, sondern verschwinden sofort in Sammlerhände. Hintergrund: Ihr Ausgabepreis liegt weit über dem Nennwert. So beträgt der offizielle Ausgabepreis der diesjährigen 100-Euro-Goldmünze, die am 2. Oktober ausgegeben werden soll, 640,85 Euro.  

Grundsätzlich sind 100-Euro-Goldmünzen (eine halbe Unze Feingold) auch für diejenigen interessant, die auf einen steigenden Goldpreis setzen. Allerdings muss beachtet werden, dass beim Kauf einer Münze ein Aufschlag auf den Goldpreis fällig wird. Bei den 20-Euro-Goldmünzen (1/8 Unze Feingold) fällt dieser Aufschlag besonders ins Gewicht. Hier muss der Goldpreis schon deutlich steigen, ehe bei einem Wiederverkauf ein Gewinn erzielt werden kann. Für Sammler wie Anleger gut zu wissen: Nach einer Haltefrist von mindestens einem Jahr sind Veräußerungsgewinne beim Verkauf von Goldmünzen grundsätzlich steuerfrei.

Allerdings kann man beim Gold nicht von einer stabilen Wertentwicklung ausgehen. Der Goldpreis unterliegt vielmehr erheblichen Schwankungen. Obendrein ist Gold keine klassische Geldanlage, die regelmäßige Erträge abwirft. Immerhin aber sind die Münzen auf jeden Fall schön anzusehen, sie eignen sich als Geschenke für besondere Anlässe – und wenn der Goldpreis dann noch steigt, kann man sich über eine gute Wertentwicklung freuen.

Pressekontakt:

Tanja Beller
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 1663-1220
tanja.beller@bdb.de

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