10. Dezember 2015

Kemmer: Europa für Verbraucher und Banken weiter öffnen – Regulierung gleichzeitig vereinfachen

Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes: „Es ist richtig, dass die EU-Kommission mit ihrem heute veröffentlichten Grünbuch zu Finanzdienstleistungen für Verbraucher einen weiteren Abschnitt auf dem Weg zu einem einheitlichen europäischen Finanzbinnenmarkt eröffnen will. Die privaten Banken unterstützen einen wettbewerblichen und effizienten Binnenmarkt für Finanzdienstleistungen. Hiervon profitieren sowohl Verbraucher als auch Banken: Privatkunden können neue Produkte nutzen, der Finanzbranche eröffnen sich neue Märkte.

Doch muss das Timing der Kommission hinterfragt werden. So befinden wir uns derzeit in der nationalen Umsetzung mehrerer umfänglicher EU-Richtlinien wie etwa MiFID II, Hypothekarkreditrichtlinie, Zahlungskontenrichtlinie sowie die Überarbeitung der Zahlungsdiensterichtlinie. Bevor über weitere neue europäische Vorgaben gesprochen wird, sollten diese erst einmal abgeschlossen werden. Zudem hat sich die Kommission selbst zur ‚Better Regulation Initiative‘ verpflichtet. Diese soll überprüfen, ob die beabsichtigten Regulierungsziele im Einklang mit dem Oberziel Wachstum und Beschäftigung stehen.

Daran sollte sich die EU-Kommission messen lassen und sich deutlicher als bisher an den Erfahrungen und Bedürfnissen von Verbrauchern wie Banken orientieren sowie deren Expertise bei der weiteren Ausgestaltung der Kunde-Bank-Beziehung stärker nutzen. Dabei wird die Digitalisierung von Bankdienstleistungen ein wichtiger Treiber sein. Mit ihr verschwimmen immer mehr die Grenzen zwischen nationalen und internationalen Märkten für Finanzdienstleistungen für Verbraucher.“

Pressekontakt:
Dr. Kerstin Altendorf
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 1663-1250
kerstin.altendorf@bdb.de

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