13. Juli 2015

Europa muss Warnschuss ernst nehmen – Eigenverantwortung wichtig, Vertrauen weiter stärken

Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes: „Wir begrüßen, dass sich die europäischen Partner in einem Gipfelmarathon endlich geeinigt haben und die Hängepartie beendet ist. Das war ein Warnschuss für Europa. Hier geht es weder um Deutschland noch um Griechenland, sondern darum dass die Europäische Union weiterhin gut daran tut, gemeinsame Lösungen zu finden. Wir brauchen dringend eine Rückbesinnung auf die bestehenden Regeln und – nach vorne gewandt – neue Ansätze für eine engere gemeinsame Fiskalpolitik.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass die Bundesregierung immer wieder die Bedeutung der Eigenverantwortung jedes einzelnen Mitgliedstaates der Europäischen Union betont hat. Griechenland kann sich auf die europäische Solidarität verlassen, aber es muss sich jetzt auch selbst helfen und liefern.
Dabei ist Vertrauen die wichtigste Währung, die die Europäische Union hat. Es ist daher wichtig und richtig, dass die übrigen Euro-Staaten weiterhin eng und nachhaltig überprüfen, ob Griechenland die Reformen auch tatsächlich umsetzt. Auch und gerade im Interesse der griechischen Bevölkerung muss sich die Regierung in Athen endlich für die übrigen Staaten der Euro-Zone als verlässlicher Partner erweisen. Die kurzfristige Erleichterung über die nun anstehenden Hilfsprogrammverhandlungen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Probleme des Landes enorm sind. Sie haben sich zudem in den letzten sechs Monaten dramatisch verschärft.“

Pressekontakt:
Dr. Kerstin Altendorf
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 1663-1250
kerstin.altendorf@bdb.de

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