30. August 2016

Finanztipps für Azubis

Für viele junge Menschen fängt im September ein spannender neuer Lebensab­schnitt an: Sie starten ihre Berufsausbildung.

Damit kommen viele unge­wohnte Herausforderungen auf sie zu – auch in finanzieller Hinsicht. Die Finanztipps für Auszubildende:

  • Girokonto eröffnen: Mit Beginn der Ausbildung stellt sich für Azubis die Frage nach einem kosten­günstigen Girokonto. Für Minderjährige fallen in der Regel keine Kontoführungs­gebühren an, doch wer volljährig ist, sollte mehrere Angebote im Hinblick auf Leistungen und Gebühren vergleichen.
  • Polster für finanzielle Notfälle schaffen: Auszu­bildende sollten mit dem ersten Lohn beginnen, eine eiserne Reserve für unvorher­gesehene Ausgaben zu bilden. Dafür eignen sich Spar­- oder Tagesgeldkonten – auch wenn es kaum noch Zinsen dafür gibt.
  • Berufsausbildungsbeihilfe prüfen: Bei der Bundesagentur für Arbeit ist es möglich, Berufsausbildungsbeihilfe zu beantragen. Darin enthalten ist ein Zuschuss für Fahrtkosten und Miete. Erfüllen Auszubildende die Voraussetzungen, hängt es allerdings auch vom Einkommen der Eltern ab, ob und in welcher Höhe der Zuschuss bewilligt wird. Am besten vereinbart man einen Beratungstermin bei der Bundesagentur.
  • Risiken absichern: Zur finanziellen Absicherung ist auch für Azubis eine Berufsunfähigkeitsver­sicherung wichtig. Ein weiterer Baustein ist eine private Haft­pflichtversicherung, die vor Schadensersatzansprüchen schützt. Gut zu wissen: Auszubildende bleiben unter bestimmten Voraus­setzungen automatisch in der privaten Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert.
  • Riester-Vertrag aussuchen: Auch Azubis können bereits von einem  Riester-Vertrag profitieren. Wer unter 25 Jahre alt ist, kann sich bei Vertrags­ab­schluss zudem über einen einmaligen Bonus von 200 Euro freuen. Doch Achtung: Es gibt zahlreiche Anbieter und verschiedene Angebots­varianten, die man sorgfältig prüfen sollte.
  • Extra-Geld mit vermögenswirksamen Leistungen ansparen: Wer diese Finanzspritze nicht nutzt, verschenkt bares Geld. Je nach Ausbildungs­vertrag übernimmt der Chef einen Teil oder sogar die gesamte Sparrate von bis zu 40 Euro im Monat. Wie das gesparte Geld am besten angelegt wird, sollte man mit dem Bankberater besprechen. Langfristig besonders renditestark: Fondssparpläne mit Aktien.
  • Betriebliche Altersvorsorge nutzen: Auch wenn es noch weit weg ist: Für die Rente vorsorgen kann man nicht früh genug – auch mit einer betrieblichen Altersvorsorge. Bis zu vier Prozent der Beitrags-bemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung können durch so genannte „Entgeltumwandlung“ für eine staatlich geförderte betriebliche Altersversorgung verwendet werden. Wichtig: Im Ausbildungs­betrieb nachfragen. 
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