2. September 2015

Finanztipps für Berufsanfänger

Nach Ausbildung oder Studium kommen viele Herausforderungen auf junge Menschen zu. Auch in Finanzdingen müssen Berufsanfänger Entscheidungen treffen – oft mit weitreichenden Folgen. Deshalb sollten Geldanlagen und finanzielle Vorsorge sorgfältig durchdacht und geplant werden. Die besten Tipps:


•    Finanzpolster für Notfälle schaffen.
Für unerwartete Ausgaben sollten Sie schnell verfügbare und sichere Rücklagen bilden. Faustregel: zwei bis drei Monatsnettogehälter. Für den „Notgroschen“ eignen sich Sparkonten und insbesondere Tagesgeldkonten. Auch wenn der Zins allgemein niedrig ist – Angebote vergleichen lohnt sich.

•    Vermögensaufbau flexibel gestalten.
In den ersten Jahren sollten Sie sich nicht vorschnell an langfristige (und oft kostspielige) Verträge wie Kapitallebensversicherungen binden. Für den Vermögensaufbau bieten sich eher Bank- oder Fondssparpläne an, da sie flexibel sind, das Geld stets verfügbar ist und die Rate nach Belieben angepasst werden kann.

•    Vermögenswirksame Leistungen nutzen.
Ein großes Vermögen lässt sich mit ihnen zwar nicht machen, verschenken sollten Sie das Extra-Geld vom Chef aber auf keinen Fall. Je nach Tarifvertrag übernimmt der Arbeitgeber einen Teil oder sogar die gesamte VL-Sparrate von bis zu 40 Euro im Monat (also 480 Euro im Jahr). Anlagemöglichkeiten für VL-Sparverträge gibt es viele: Banksparpläne, Bausparverträge oder Unternehmensbeteiligungen – etwa über Aktienfonds. Letztere bieten erfahrungsgemäß auf lange Sicht die besten Renditechancen, unterliegen aber Wertschwankungen. Wer möchte, kann seine VL-Leistungen auch für die betriebliche Altersvorsorge nutzen.

•    Betriebliche Altersvorsorge in Anspruch nehmen.
Jeder Arbeitnehmer kann bestimmen, dass von seinem Gehalt ein bestimmter Teil steuerfrei und ohne Abzug von Sozialbeiträgen für eine betriebliche Altersversorgung genutzt wird. Bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung können so durch „Entgeltumwandlung“ für eine staatlich geförderte betriebliche Altersversorgung verwendet werden. Wichtig: Den Arbeitgeber beizeiten ansprechen, falls er von sich aus keine betriebliche Altersversorgung anbietet, denn dazu ist er nicht verpflichtet.

•    Riester-Vertrag sorgfältig aussuchen.
Bis zur Rente ist es zwar noch lange hin. Trotzdem sollten Sie sich als Berufsanfänger erste Gedanken über ihre Altersvorsorge machen. In vielen Fällen kann eine Riester-Rente sinnvoll sein, die staatlich gefördert wird. Wer unter 25 Jahre alt ist, kann sich bei Vertragsabschluss zudem über einen einmaligen Bonus von 200 Euro freuen. Doch Achtung: Es gibt zahlreiche Anbieter und verschiedene Angebotsvarianten, die man sorgfältig prüfen sollte. Dabei gilt: Neben der möglichen Rendite die Kosten beachten und zum Abschluss nicht drängen lassen!

•    Risiken absichern.
Zur finanziellen Vorsorge gehören insbesondere eine Berufsunfähigkeitsversicherung sowie eine private Haftpflichtversicherung. Erstere sichert Sie finanziell ab, falls Sie Ihren Beruf wegen Krankheit oder Unfall nicht mehr ausüben können (abhängig von der Berufswahl). Letztere bewahrt vor Schadensersatzansprüchen, für die man sonst mit seinem privaten Vermögen haften müsste und die im Extremfall die finanzielle Existenz ruinieren könnten.

Pressekontakt:
Julia Topar
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 1663-1240
julia.topar@bdb.de

 

Diese Webseite nutzt Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.