25. Januar 2017

Bankenverband: Internationalen Ansatz der G20 weiter stärken – kein Rückfall in Protektionismus

„Die G20 hat sich in den fast 20 Jahren ihres Bestehens bewährt, die Kooperation der 20 weltweit führenden Wirtschaftsnationen sollte auch in den jetzt schwierigeren, unsicheren Zeiten weiter ausgebaut werden,“ appelliert Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, in Berlin – auch mit Blick auf die aktuelle deutsche G20-Präsidentschaft. Die G20 funktioniere als zentrales Forum für die internationale Zusammenarbeit in Wirtschafts- und Finanzfragen und habe seit der globalen Finanzmarktkrise im Jahre 2008 noch einmal erheblich an Bedeutung gewonnen.

Ein gutes Beispiel, dass internationale Zusammenarbeit sich lohne, sei etwa das Financial Stability Board, das im Jahre 2009 von der G20 beschlossen und mit umfangreichen Kompetenzen ausgestattet wurde. Kemmer hebt hervor: „Damit kommen die Finanzmärkte dem Ziel, weltweit abgestimmte und angeglichene Rahmenbedingungen für Akteure wie Geschäfte zu erreichen, einen großen Schritt näher – gleichzeitig ein bedeutsamer Schritt in Richtung stabilere Finanzmärkte.“

In Zeiten der zunehmenden Renationalisierung und Abschottung sei es umso wichtiger, dass die G20 auch weiterhin vor allem die internationalen Rahmenbedingungen im Blick behalten wolle. Ein zentrales Thema sei dabei auch, dass breite Bevölkerungskreise immer mehr die Globalisierung ablehnten. Auch hier lohne es sich, auf internationaler Ebene eine sorgfältige Analyse vorzunehmen und eine Debatte über Handlungsmöglichkeiten zu führen. Denn klar ist, so Kemmer: „Ein wachsender Protektionismus und eine zunehmende Abschottung kennen keine Gewinner.“

Diese und weitere Themenfelder der deutschen G20-Präisdentschaft diskutiert Michael Kemmer heute in Berlin bei „MK3 – Meinungen und Konzepte mit Michael Kemmer und Markus Kerber“ gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer des BDI, Markus Kerber, sowie als Gast dem Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Jens Spahn.

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Dr. Kerstin Altendorf
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