20. Dezember 2016

Jahreshöchststände beim DAX - zur Jahresendrally einsteigen?

In den vergangenen Tagen erreichte der Deutsche Aktienindex (DAX 30) neue Jahreshöchststände. Traditionell kommen die Aktienkurse gegen Jahresende oft noch einmal in Schwung. Man spricht auch von einer Jahresendrally. Lohnt es sich, jetzt einzusteigen? Oder sind die Kurse bereits zu hoch?

Die Erfahrung zeigt: Für eine lohnende Aktienanlage ist ein langfristiger Anlagehorizont wichtiger als der Zeitpunkt des Aktienkaufs. Wer zum Jahresende in einen Querschnitt großer deutscher Standardaktien investierte (den DAX), der erzielte bei einer Anlagedauer von 15 Jahren im Schnitt eine jährliche Rendite von gut acht Prozent, im ungünstigsten Fall noch zwei Prozent jährlich. Bei einer Haltedauer ab 20 Jahren waren es im Schnitt wiederum gut acht Prozent, in ungünstigen Fällen immerhin fünf bis sechs Prozent Rendite im Jahresschnitt. Die Rendite setzt sich aus Kursentwicklung und Dividendenausschüttungen zusammen.

Auf kurze bis mittlere Sicht besteht für Aktienanleger dagegen ein erhebliches Risiko. Wer nur fünf Jahre lang in Aktien investierte, konnte im Schnitt zwar mit etwa sieben Prozent Rendite jährlich rechnen, in guten Jahren sogar mit zweistelligen Renditen. In ungünstigen Zeiten gab es aber auch spürbare Verluste.

Klar ist: Ein historischer Rückblick bietet keine Gewähr für künftige Wertentwicklungen. Doch die Vorteile einer langfristigen Aktienanlage – einer Beteiligung an ertragsstarken Unternehmen und damit am Produktivkapital der Wirtschaft – bestehen nach wie vor. Wer kein eigenes Aktiendepot zusammenstellen möchte, kann auf Aktienfonds zurückgreifen. Dabei bieten ETFs eine kostengünstige Möglichkeit, mit kleinen Beträgen auf einen ganzen Index wie den DAX zu setzen. Auch hier gilt: Nur Geld investieren, das langfristig zur Verfügung steht! Wichtiger als die Suche nach günstigen Einstiegszeiten ist für Aktiensparer eben ein langer Atem, um schlechte Börsenzeiten aussitzen zu können.

Pressekontakt:
Julia Topar
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 1663-1240
julia.topar@bdb.de

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