27. Juni 2014

Jürgen Fitschen, Präsident des Bankenverbandes, zur Nominierung von Jean-Claude Juncker

"Das Votum des Europäischen Rats, Jean-Claude Juncker als Kandidaten für die Präsidentschaft der Europäischen Kommission vorzuschlagen, ist ein gutes Signal. Ein weiteres Tauziehen zwischen Rat und Parlament über die Besetzung dieser wichtigen Position hätte das Vertrauen in die EU-Institutionen nur weiter geschwächt. Zudem liegen vor der Kommission wichtige Aufgaben. Es gilt vordringlich die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken und so dauerhaft mehr Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen.

Mit Sorge sehe ich die Debatte um eine großzügige Auslegung des Stabilitätspaktes. Die Fehler von 2003 dürfen sich nicht wiederholen. Die besorgniserregende Jugendarbeitslosigkeit in vielen Ländern Europas ist nicht die Folge einer strikten Sparpolitik, sondern fehlender marktwirtschaftlicher Reformen. Der Stabilitätspakt bietet schon heute Spielraum für eine arbeitsmarktfreundliche Wirtschaftspolitik, die die Euro-Staaten international wettbewerbsfähiger macht - nicht zuletzt deshalb heißt er Stabilitäts - und Wachstumspakt."


Pressekontakt:
Thomas Schlüter
Pressesprecher
Telefon: +49 30 1663-1230

bankenverband.de/presse

Drucken/PDF

Cookie Einstellungen